Aktuelle-Lebenshilfe-Kolumne

Text zum Thema Hygiene

von  Oggy

Mit großer Verwunderung und brennender Sorge lese ich zu Coronas Zeiten in den seriösen Medien, daß viele unserer verehrten Mitmenschen nicht mehr über ein angemessenes Kontingent an möglicherweise blümchenbedruckten, für diskrete Zwecke des stillen Örtchens bestimmten Reinigungsutensilien verfügten, weil fleißige Sammler den Markt für diese außerordentlich wichtigen Wertpapiere sicherlich unbeabsichtigt leerfegt hätten. Dieser bedauerliche und dabei förmlich zum Himmel stinkende Umstand hat mich dazu gebracht, mir über das offensichtlich dringende Problem einmal ein paar Gedanken zu machen und meine verblüffend einfache Lösung dafür großzügig der förmlich bis zum Halse in der Sch***e steckenden Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Wenn Ihnen also die für solche Fälle klassischen Lösungen Süddeutsche Zeitung oder Prawda [1] ausgegangen sein sollten, und wenn ein Land ohne genügend Toilettenpapier - wie bei mir - nicht mehr Ihr Land ist, kann ich ihnen in der Ära der Alternativlosigkeit eine elegante und saubere Methode präsentieren, die sich wirklich gewaschen hat!

Ich für meinen Teil drucke mir bei einem solchen Mangel nämlich stets die - pädagogisch äußerst wertvollen - kv-Texte von ******** oder **************** auf die noch unbefleckten Rückseiten meiner sorgfältig im Laufe der Zeit gesammelten und gestapelten Computerfehldrucke und stelle nicht ohne Freude fest, daß besagte Werke nun neben der üblichen Verwendung gegen schwerwiegende Einschlafstörungen auch zur Beseitigung der Folgen rektalen Überdrucks beim Vorhandensein von schmerzhaften Hämorrhoiden äußerst wirksam sind. Schon zur Zeit der langweiligen alten Lateiner (bzw. sterbenslangweiliger Lateinlehrer) oder im Kriege oder während der alten Kriege alternder Lateiner wußte man sich auf ähnlich pfiffige Weise zu helfen! Sogar Julius Caesar höchstpersönlich soll sein vorab geschriebenes Manuskript “Wie ich, Gaius Iulius Caesar, Publius Quinctilius Varus höchstpersönlich zum Triumph über die tumben Germanen führte“ nicht einfach achtlos auf den römischen Müllhaufen der Geschichte geworfen, sondern es vielmehr heimlich und Blatt für Blatt in seiner protzigen kaiserlichen Latrine entsorgt haben. [2]

Und wenn Sie mich jetzt fragen, ob die von mir hier freundlicherweise erläuterte Prozedur denn nicht einfach ohne den halbseitigen Ausdruck von langwierigen Auszügen des sicherlich nicht nur vom Verfasser dieser bescheidenen Zeilen außerordentlich geschätzten literarischen Meisterwerkes der beiden obigen Protagonisten möglich wäre, so antworte ich Ihnen mit nachhaltiger Überzeugung: selbstverständlich!

Aber man hätte nicht halb so viel Spaß dabei...


______________
Anmerkungen
[1] Welche zumindest im Falle von akuter Diarrhö eigentlich immer im Abstand von maximal einer Armlänge zur Toilettenschüssel gelagert werden sollten.
[2] Die wissenschaftlich bisher höchst umstrittene Frage, ob dem Feldherrn Gaius Iulius Caesar bei seinen langen und erschöpfenden Feldzügen immer in ausreichender Menge Klopapyrus zur Verfügung stand, scheint damit ein für allemal beantwortet zu sein!

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Kommentare zu diesem Text

Stelzie (55)
(15.03.20)
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 Oggy meinte dazu am 15.03.20:
Oh! Ich mache gerne jeden Scheiß mit...

Liebe Grüße und danke für die Empfehlung,
Oggy

Antwort geändert am 15.03.2020 um 18:26 Uhr

Antwort geändert am 15.03.2020 um 18:29 Uhr

 EkkehartMittelberg (15.03.20)
hallo Oggy, jetzt weiß ich endlich, an wen ich mich wenden kann, wenn ich mal so richtig in der +++++++ sitze.
Erleichterte Grüße
Ekki

 Oggy antwortete darauf am 16.03.20:
Hallo Ekkehart,

nicht, daß Du noch vom Regen in die Traufe kommst...

LG und danke für die Empfehlung,
Oggy
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