Tossi, der Tintenfisch

Text zum Thema Tiere

von  JulieBerger

Der Tintenfisch Tossi betrachtete lange seine acht blauen Arme, die mit Saugnäpfen bestückt waren. Der Anblick mache ihn nachdenklich. Er fragte sich, warum er so anders ist als die anderen Fische im Meer. Die anderen Fische haben Flossen, aber Arme hatten sie nicht.

Die Schönheit seines besten Freundes faszinierte ihn besonders. Otto, der Clownfisch, strahlte stets in leuchtendem Orange. Mit seiner schwarz-weißen Streifen sah er wirklich schön aus.

„Otto, ich hätte auch gerne solche Flossen wie du“ gestand Tossi dem Freund. Otto blickte erstaunt und schwamm einen Bogen um Tossi, um ihn genauer zu betrachten. „Aber warum denn das?“ wunderte er sich. „Deine Arme sind doch sicher praktisch. Du kannst damit super die Beute ...“  sprach Otto während er schwamm, nicht nach vorne sah und sich in den Algen verhedderte.

Hektisch bewegte er die Flossen, aber seine Mühen waren vergeblich. „Ich glaube, ich komme hier nicht mehr raus“ schrie er panisch.

Schon streckte Tossi einen seiner Arme aus und schob die Algen beiseite, und befreite seinen kleinen Freund. „Vielen Dank, du hast mir wohl das Leben gerettet.“ rief Otto erleichtert.

„Tja, vielleicht sind viele Arme doch gar nicht so schlecht“ lachte Tossi und umarmte damit seinen kleinen Freund.

Kommentare zu diesem Text


 Augustus (11.04.20)
Es sei zu sagen, obgleich der Text klein ist, dass die Essenz des Gewollten, heraussticht. Kurz: nichts ist unnütz, allein fehlt es immer nur am Zweck oder der entsprechenden Situation, um sich selbst und seine Fähigkeiten zu erkennen. Der Einsatz der Tiere passt und ist dementsprechend auch auf Menschen übertragbar.

Ave

Kommentar geändert am 11.04.2020 um 18:00 Uhr
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