die haut schält sich aus den augen

Gedicht

von  sandfarben

vor dem haus wartet jemand
den ich nicht kenne
wartet auf den blick
will mich fangen
wie ein tier

ich kannte mal eine liebe
damals im winter
in der dunkelheit
schaufelten wir das glück
aus dem fenster

heute erblinden die worte
und aus meinem herz
zerrinnt der schnee
es ist nicht frühling

es ist nicht mal tag


Kommentare zu diesem Text


 Létranger (20.01.22, 09:27)
in jeder Strophe ein bis zwei feine Bilder - gut gelungen!

LG Lé.

 AchterZwerg meinte dazu am 20.01.22 um 16:47:
Dem stimme ich gern zu, gebe aber zu bedenken, das pro Gedicht 1 Bild reicht.
Insofern wirkt der Text auf mich überfrachtet; jede Strophe für sich (!) aber bezaubernd und zureichend.

Liebe (diesmal kritische) Grüße
der8.

 sandfarben antwortete darauf am 21.01.22 um 08:54:
Vielen Dank fürs Feedback, auch dir AchterZwerg mit deinen Bedenken.  Kann auch überarbeitet werden, muss das noch genauer unter die Lupe nehmen.

 AZU20 (20.01.22, 13:36)
Welch interessante Bilder. An jedem bleibt man irgendwie nachdenklich hängen. Glückwunsch. LG

 minze schrieb daraufhin am 20.01.22 um 21:17:
Zeile 3-5 erschließt sich mir nicht wirklich. Blickfang und dann einfangen wie ein Tier, das geht für mich nicht in ein Bild..würde das eine oder das andere aber interessant finden. Eher das : will mich fangen wir ein Tier.

Ansonsten hat mich dein Gedicht sehr eingefangen - ich finde gerade die aufeinander folgenden Bilder entfalten so ihre Stärke und eine sehr dichte, in sich passende Stimmung.

Die letzten vier Zeilen packen mich besonders. Die allerletzten beiden finde ich WOUAH.

Bin gespannt, ob du mir noch was schreibst zu dem Anfang :)

LG

 sandfarben äußerte darauf am 21.01.22 um 08:52:
Da muss ich dir fast zustimmen, fangen statt einfangen klingt besser.
Danke fürs genaue "Hinschauen"

lg

 minze ergänzte dazu am 21.01.22 um 21:26:
Spannend, das warten auf den Blick hat noch eine neue düstere Note. Ich kann es es so mehr greifen!LG
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