Wahrheit als Gift

Lebensweisheit zum Thema Gut und Böse

von  Jack

Dieser Text ist Teil der Serie  Zhuang Jack

Das Aussprechen der Wahrheit dient oft als Feigenblatt: zu welchem Zweck und aus welchen Gründen man die Wahrheit spricht, lauert schweinisch darunter.



Anmerkung von Jack:

Das Wahre ist kein Zweck an sich, sondern hat dem Guten zu dienen.

Hinweis: Der Verfasser wünscht generell keine Kommentare von Moppel.

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Kommentare zu diesem Text


 LotharAtzert (03.03.25, 11:29)
Das Wahre ist kein Zweck an sich, sondern hat dem Guten zu dienen.
Dem ersten Teil stimme ich zu. Zum zweiten sei angemerkt, daß  Dienstbarkeit des Wahren ein duales menschliches Ansinnen ist.

 Jack meinte dazu am 03.03.25 um 11:32:
Das ist hierarchisch gesehen. Das Schöne, dann das Gute, dann das Wahre. An sich selbst ist Wahrheit nur Übereinstimmung zwischen Denken und Sein.

 Augustus antwortete darauf am 03.03.25 um 16:54:
Kant hat in der Hinsicht wohl geirrt, dass er das Gute und den Zweck gleichsetzte.

 harzgebirgler (04.03.25, 14:29)
Heidegger, Martin: Vom Wesen der Wahrheit -
Zu Platons Höhlengleichnis und Theätet

"Die Griechen verstanden das, was wir das Wahre nennen, als das 'Un-verborgene', das der Verborgenheit Entrissene. Später, und bis heute, gilt "Wahrheit" als bloße Richtigkeit, als Übereinstimmung der Aussage mit der Sache. Diesem verhängnisvollen Bedeutungswandel nachgehend macht Martin Heideggers Vorlesung im Wintersemester 1931/32 Halt "auf einer Zwischenstation": bei Platon. Sein Höhlengleichnis "gibt uns den entscheidenden Wink in das Wesen der Unverborgenheit". Die Frage nach ihr ist die "nach der Wesensgeschichte des Menschen", nach der "Entbergsamkeit" als dem Grundgeschehnis unserer Ek-sistenz. In welche Gefahrenzone er damit gerät, zeigt sich am Schicksal des Philosophierenden - eines Befreiten unter Gefesselten.
Wahrheit als Unverborgenheit gehört in die griechische Erfahrung von Sein als "Anwesenheit". Der volle, zeithaft-geschichtliche Sinn von An-wesen meldet sich in Platons "Idee des Guten", interpretiert als "Ermächtigung dessen, worauf es überhaupt ankommt". Die Frage nach der Wahrheit bedarf aber, um "Geschichte zu werden für uns", eines Umwegs. Denn zur Unverborgenheit gehört, "wie das Tal zum Berg", die Verbergung. Im "Theätet", einem Gespräch über das Wissen, geht es um das Wesen der Unwahrheit als Verdrehung. Verständlich wird, wie das Problem der Seinsverfehlung überhaupt sich in der philosophischen Tradition verengen konnte zu dem der unrichtigen Aussage."

https://www.klostermann.de/Heidegger-Martin-Vom-Wesen-der-Wahrheit

Kommentar geändert am 04.03.2025 um 14:30 Uhr
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