Märzabend | Provinzbahnhof

Gedicht

von  Rosa_rugosa




man riecht die Dunkelheit

die schmutzige Schwärze –

zwei Läden wären da

in der Halle, doch

hinter den Glastüren

wohnt die Nacht

 

die Fahrpläne: Falschaussagen

unter bläulichem Licht

Leere (die aber laut ist – hallt)

ich wische die Treppe hinauf

 

bin eine von drei Gestalten

der Mantel fliegt

wenn der Schnellzug vorbeirast

und Neid abwirft

 

 

 

 



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Kommentare zu diesem Text


 S4SCH4 (20.03.25, 11:45)
Also, wirklich klasse. Das gefällt mir, die Bilder, Assoziation. Top. Nur die letzte Zeile kommt sehr schnell, sehr sehr schnell und hart ... wie der Schnellzug eben. Ob es so gewollt ist, keine Ahnung, vielleicht bin ich auch nur enttäuscht, dass es (so) enden muss. Aber wie gesagt, ich mag das Gedicht sehr.

 Rosa_rugosa meinte dazu am 20.03.25 um 20:57:
Ja, wie der Schnellzug.

Du stehst an 'nem Kleckerbahnhof, willst und musst da weg, und der ICE lässt dich dumm herumstehen (weil er, klar, fahrplanmäßig nicht hält).

Vielen Dank für die positive Resonanz!

Antwort geändert am 20.03.2025 um 21:00 Uhr
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