Ins Jetzt zurück

Text

von  Nanna

Ins Jetzt zurück

Der Wind kneift in die Ohrn.
Noch bläst der Bläserchor.
Wir sind schon ganz verfrorn,
da öffnet sich das Tor
und alles drängt ins Gotteshaus;
heut sieht es doppelt festlich aus.
Am schönsten strahlt der Baum,
raunt Märchen in den Raum.

Der Kirchenchor hebt an,
die Leute stimmen ein.
Wer seinen Text nicht kann,
der muss nicht traurig sein.
Er braucht nur auf sein Blatt zu sehn,
auf dem die ganzen Lieder stehn.
Nur Opa schweigt sich aus:
Die Brille liegt – zuhaus!

Bei Predigt und Gebet
halt’ ich am Traume fest,
dass, wenn es heimwärts geht,
ein Stern sich blicken lässt,
gleich jenem, welcher unverwandt
geduldig überm Stalle stand …
Gern fiel' ich auf die Knie!
Passiert ist es noch nie.

Am liebsten blieb’ ich dort,
wo man mich träumen macht;
ich will jetzt noch nicht fort
in diese Regennacht;
doch unser Sohn stürmt uns voran:
Bestimmt kam schon der Weihnachtsmann!
Sein ganzes Kinderglück
holt mich ins Jetzt zurück.


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Kommentare zu diesem Text


 Regina (28.08.25, 05:40)
Der letzte Tag der Sommerhitze lässt unvermittelt an Weihnachten denken. Gedicht ist gut.

 Nanna meinte dazu am 28.08.25 um 16:16:
Ja, bei der Hitze wird mir automatisch weihnachtlich - nee, Spaß beiseite, ich brauche noch ein paar Texte für meinen Adventskalender 2025. Da muss ich rechtzeitig anfangen, damit ich mein Ziel erreiche. 
LG Nanna
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