Nebelung

Akrostichon

von  Janna

Herrje! Nun macht er sich mal wieder breit!
Es hauen alle Schreiber in die Tasten.
Resignation und Todesahnung lasten
Besonders schwer und bringen tiefes Leid.

Schon hadern sie mit aller Bitterkeit.
Tropfnass sind neben Wegen auch die Wangen.
Trotz Ofenwärme zehrt stets ein Verlangen,
Regiert die Sehnsucht nach der Sommerzeit.

Und die Poeten schreiben herbstlich trübe,
Erwähnen ihre depressiven Schübe,
Bedauern sich, das Sein und überhaupt:

So neblig, trist und nächstens unbelaubt!
Am Abend kosten sie die roten Reben.
Laut lachend stößt man an: Hoch soll er leben!


Hinweis: Du kannst diesen Text leider nicht kommentieren, da der Verfasser keine Kommentare von nicht angemeldeten Nutzern erlaubt.

Kommentare zu diesem Text


 plotzn (08.11.25, 12:38)
Klasse in Szene gesetzte Ambivalenz, liebe Janna!

Man muss zwischem lyrischem Leiden
und lyrIschem gut unterscheiden.

Liebe Grüße
Stefan

 Janna meinte dazu am 13.11.25 um 06:49:
Vielen Dank, lieber Stefan und Grüße von 
Janna

 florrath (08.11.25, 20:54)
Hallo,
hier besiegt der Froh- den Trübsinn. Gefällt mir sehr.
LG, F

 Janna antwortete darauf am 13.11.25 um 06:49:
Hallo florrath, das freut mich, vielen Dank!

LG
Janna

 TassoTuwas (09.11.25, 01:06)
Der Mensch muss sich auch ein bisschen Mühe geben, dann findet er bestimmt etwas, auf dass man anstoßen kann.

Herzliche Grüße
TT

 Janna schrieb daraufhin am 13.11.25 um 06:51:
Ich glaube, einige finden dazu immer einen Grund oder brauchen garkeinen.  :P

Danke, Tasso und LG

Janna

 EkkehartMittelberg (09.11.25, 18:04)
Hallo Janna,

ohne Leid keine Poeten, ohne tröstenden Tropfen auch nicht.

Liebe Grüße
Ekki

 Janna äußerte darauf am 13.11.25 um 06:52:
Hallo Ekki, ja, das Leid fördert die Intention zum Schreiben. Aber auch das Glück, denke ich.
Vielen Dank und liebe Grüße

Janna

 Hannes (15.12.25, 21:41)
Einfach nur schöööööön.
Danke.
Der
Hannes
Zur Zeit online: