Loslassen

Prosagedicht zum Thema Loslassen

von  Seelensprache

Ich habe beschlossen los zu lassen,

mir ein Herz zu fassen,

und nicht mehr im Alten zu leben,

So dann, lass ich los,

denn es lohnt nicht mehr festzuhalten,

 

was einst aus mir sprach,

was tief aus einer Wurzel stark,

überzeugt in die Gegenwart ragte,

und mir sagte,

es sei wahr,

es ist nur Schall und Rauch,

 

dichte Ranken zankten mir den Atem ab,

und was mir die Luft verwehrte,

mir die Lunge sperrte,

es ist ein schwaches Zetern nur,

ich löse mich davon,

 

es wütet,

tobt wie ein loderndes Feuer,

doch ich fass nicht hinein,

erstick es im Keim,

und puste den Rauch davon,

 

schau nur,

das was längst vergangen ist,

wie es aufbegehrt,

als hätte es noch was zu sagen,

 

schau nur,

wie es stürmt auf einem ruhigen See,

einen Orkan lösen möchte,

doch nur die leisesten Saiten anschlagen kann,

 

schau nur,

die Vergangenheit,

sie ist schon geschehen,

wir wenden uns ab,

und lassen sie gehen,

wenden uns zu,

das Jetzt zu gestalten,

und winken zum Abschied,

dem unnützen Alten



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Kommentare zu diesem Text


 Moppel (16.12.25, 14:16)
die Vergangenheit gehört zzu uns. Aber wie wir sie beurteilen, das können wir beeunflussen.
lG von M.
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