SANDDORN AN DER STEILKÜSTE BEI LOHME

Sonett

von  ginTon

Worte zur Kunst: Impressionismus
SANDDORN AN DER STEILKÜSTE BEI LOHME (Blankosonett)

du atmest Sanddorn mit der Meeresströmung
wie Wolken aus dem Duft des Blattes, das
den Halt verliert und in die Ferne segelt
im Herbst der Farbe, die einander sucht

und Federgleiches mit dem Sturm verbindet
der Küsten gleich die Welt in Fetzen taucht
vom ersten Eindruck hautnah überwältigt
in Cloud Collections No. | du und ich

so schüttet Rotorange zum Küstennebel
Gefühle wie Erregung mit ans Land
sich Strich für Strich den Sinnen hinzugeben

erst rauscht das Weiß und dann der ganze Klang
von Worten, leise, wie unausgesprochen
den Augenblick der Nähe fesselnd formen…



Anmerkung von ginTon:

*Text zum Bild:  Karl Hagemeister SANDDORN AN DER STEILKÜSTE BEI LOHME Potsdam Museum - Forum für Kunst und Geschichte, Potsdam

Anmerkung: Das vorliegende Gedicht orientiert sich weitestgehend an den Grundmerkmalen des Impressionismus, der den ersten Eindruck einer Sache oder eines Gefühls zur künstlerischen Wiedergabe Vorrang gewährleistet, siehe:  hier und  hier. Während die Fotografie als Beispiel auf Stilmittel wie Unschärfe, Doppelbelichtung oder schnelle Schnitte und Bildwechsel zurückgreift, wird in der Prosa und Lyrik primär die Darstellung von Bewusstseinströmen, emotionaler Landschaftswiedergabe oder eines inneren Monologs zum Hauptwerkzeug der verorteten Darstellungsweise, siehe:  hier.

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