Aussteigen
Gedicht
von Hannes
Kommentare zu diesem Text
Perspektivisch interessant
Wo ich meinen Frieden fand
Fehlt mir mal der ganze Mut
Stürz ich mich in den Disput
Ist dafür dann keiner frei
Nehm ich Spiegel manchmal drei
Sind wir ehrlich die Idee
Der besseren Welt als Odyssee
War schon eine Reise wert
Auch wenn nichts sich wirklich klärt
Wo ich meinen Frieden fand
Fehlt mir mal der ganze Mut
Stürz ich mich in den Disput
Ist dafür dann keiner frei
Nehm ich Spiegel manchmal drei
Sind wir ehrlich die Idee
Der besseren Welt als Odyssee
War schon eine Reise wert
Auch wenn nichts sich wirklich klärt
Interessante Historie von ausstiegsversuchen, die am Ende am Ego abprallen.
Hannes, du probierst im Text so viele Wege aus: Diogenes, Eremiten, Ashrams, Drogen, Landleben, Hippieträume. Alles wirkt kurz wie eine Lösung, aber nichts trägt. Und genau das fühlt sich sehr echt an. Es gibt offenbar keinen Ort mehr, an den man einfach gehen kann, um der Welt zu entkommen.
Am stärksten fand ich das Ende mit dem „ICH“. Dieses ganze Feng-Shui-, Quinoa-, Meditations-Setting ist witzig und gleichzeitig traurig, weil es zeigt, wie wir am Ende bei uns selbst landen ... nicht aus Tiefe, sondern aus Erschöpfung.
Auch der Stil passt dazu: mal gereimt, mal chaotisch, mal bitter, mal komisch. Das liest sich wie jemand, der wirklich sucht und dabei immer wieder hängenbleibt.
Für mich ist das kein lustiger Aussteigertext, sondern ein sehr zeitgenaues Gedicht über Überforderung und Rückzug.
LG
Saira
Am stärksten fand ich das Ende mit dem „ICH“. Dieses ganze Feng-Shui-, Quinoa-, Meditations-Setting ist witzig und gleichzeitig traurig, weil es zeigt, wie wir am Ende bei uns selbst landen ... nicht aus Tiefe, sondern aus Erschöpfung.
Auch der Stil passt dazu: mal gereimt, mal chaotisch, mal bitter, mal komisch. Das liest sich wie jemand, der wirklich sucht und dabei immer wieder hängenbleibt.
Für mich ist das kein lustiger Aussteigertext, sondern ein sehr zeitgenaues Gedicht über Überforderung und Rückzug.
LG
Saira