Ein Blogger erzählt:

Text

von  Fridolin

Rentner Hans S. hatte im September so wenig Geld, dass es für Lebensmittel und Medikamente nicht mehr reichte. Er ging Pfand sammeln, abends, im Schutz der Dunkelheit, damit Bekannte ihn nicht sahen, durchwühlte Mülleimer und Container und sammelte schließlich Flaschen im Pfandwert von 58,25 Euro.
Er meldete dies dem Sozialamt Altona.
Daraufhin zog seine Sachbearbeiterin den Betrag von seiner Grundsicherung ab, die er ergänzend zu seiner kleinen Rente erhält.
 (Quelle: taz)

Andere machen sich mittlerweile Gedanken darüber, ob Flaschensammeln eine einkommensteuerpflichtige Tätigkeit ist. In welcher Welt leben wir eigentlich? Die Hungerleider sollen unsere Finanzen sanieren, aber um Gottes willen nicht die heranziehen, die die Mittel dazu hätten.

Wie denken wohl unsere Milliardäre darüber? Fragt sie das jemand? Man bittet sie nicht mal um einen Beitrag.




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Kommentare zu diesem Text


 Jack (15.01.26, 01:09)
Asozial ist hier nicht der Flaschensammler.


In welcher Welt leben wir eigentlich?
Nicht Welt, Gesellschaft. Die Welt hat damit nichts zu tun.

 WinterzeitFachkraft (15.01.26, 02:29)
Der monatliche Grundbedarf für alleinstehende Erwachsene liegt derzeit (Stand März 2025) bei 563 Euro monatlich. Zusätzlich werden unter anderem die tatsächlichen Kosten für Unterkunft und Heizung übernommen, wenn sie als angemessen gelten.
https://www.sparkasse.de/pk/ratgeber/finanzplanung/finanzen-und-haushalt/grundsicherung.html

Verstehe nicht 1) warum kein Geld für Lebensmittel und Medikamente vorhanden ist, 2) warum die rund 60 Euro gemeldet wurden.

Scheint, ein taz-Schreiber hat sich das ausgedacht, um die von dir gestellten Fragen zu provozieren und vom eigentlichen Thema abzulenken.

 Jack meinte dazu am 15.01.26 um 03:23:
Ich habe Verständnis für den aus meiner Sicht astronomischen Grundbedarf. Nicht jeder kann so asketisch leben wie ich; vor allem sollte eine Überflussgesellschaft niemanden zu unfreiwilliger Askese zwingen.
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