Hörst du wie die Spiegelwände flüstern?
Mein Blick streift entlang nüchtern
Über die kalten Fliesen matt
Meine Hand liegt auf einem leeren Blatt
Aus dem die Worte fliehen
Und alte Wunden offen schrien
Der Schnitt ist offen, noch ganz frisch
Vom Blut befleckt liegt auf dem Tisch
Papierschnipsel mit krakeliger Schrift
Wo ein Gedanke den Schmerz übertrifft
Aus jeder Pore sickert lähmendes Gift
Das auf die blanke Haut trifft
Einst goss er mir heimlich reinen Wein
Und das Toxin darin verstärkte meinen Pain
Ein Maul mit scharfen spitzen Zähnen
In dem Getier erwacht ein altes Sehnen
Er beißt durchs Fleisch und lechzt nach mehr
Das Blut versiegt, ich fühl mich leer
Der Nachtigall spricht nimmer
Blasse Gestalten streifen durch das Zimmer
Was mir bleibt ist nur ein Schimmer
Was mich prägt ist nun für immer
Und immerwährend wird es schlimmer
Aus mir steigt ein Gewimmer
Das nun verhallt im leeren Raum
Ich wache auf. Das war ein Traum.