Heute Nacht will ich nicht Farbenblind sein.
Nicht die Himmelsscherben zusammenkehren.
Nicht in Dunkelheit verharren.
Ich will die Wände niederbrennen.
Die Steinmauer niederreißen.
Aus diesem Gefängnis ausbrechen.
Mich in die Nacht hinein träumen.
Träumen über etwas das nie war,
Nie sein wird
Es ist aber immer hin ein träumen.
Und Träumen sind ein Lichtblick
in der Finsternis.
Träumend gewinnt man an Leichtigkeit,
die einen empor trägt.
Hoch in das Himmelszelt
und darüber hinaus.
Leihst du mir ein paar Farben aus?
Ich versuche sie aus Musik heraus zu kratzen,
aber sie leuchten nicht so schön
wie ich sie gerne hätte.
Das Leben ist ein Farbendieb.
Meine Pinseln verstauben.
Die Leinwand ist vergilbt.
Staub setzt sich in den Ecken
Diese Negativität saugt mich aus.
Ich will sie abstreifen wie ein lumpiges Kleid.
Wie hieß es in einem Lied?
Lauf nackt unter der Sonne,
denn du wirst nicht ewig sein (existieren).
Das würde ich auch gern
Hier geht es um Freiheit
aber ich bin gefangen
gefangen in meiner Selbst
und ich weiß nicht wie ich entkommen kann
Und ich bleibe farbenblind
Ich würde das Rot von meinem Wein nehmen
und das Blau vom Dunst meiner Zigarette
um damit Bilder zu malen
Rot und Blau sind schöne Farben.
Findest du nicht?
Immerhin zwei davon,
denn ich brauche keinen Regenbogen.