Grasland

Text

von  Morphea

das Meer singt in geheimen Sprachen,
schiebt langsam seine Zunge über Deiche
salzige Finger greifen nach Wolken
die über flüssiger Erinnerung schweben

hier ist niemals Anfang und immer Ende
im Pendeln der Stunden
zwischen Meer, Sternen und Wolle

Lämmer schlafen in der Gezeitenwiege
ein Blinzeln zur Milchstraße im Gras
und jedes Blöken zerfällt in kleine Planeten
die wie Murmeln durch die Dunkelheit rollen
im Flackern eines künstlichen Mondes


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