Zwischen Farbe und Wind

Gedicht

von  AnneSeltmann



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zwischen den stängeln

die sich nicht entscheiden

ob sie stehen oder fließen

 

ein atmen aus farbe

das keiner ordnet

 

rosa tastet sich an orange vorbei

blau behauptet nichts

gelb fällt einfach ins licht

 

du siehst:

wie alles gleichzeitig geschieht

und nichts darauf wartet

benannt zu werden

 

die wiese — kein ort

eher ein geschehen

 

hier

verliert sogar der wind

kurz die richtung

und bleibt

 

in einem blütenrand hängen

 

als hätte jemand

für einen moment

 

die welt nicht erklärt

sondern

offen gelassen



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Kommentare zu diesem Text


 Moppel (10.04.26, 13:11)
wow, Anne. Poetisch und tiefgründig...lG von M.

 AnneSeltmann meinte dazu am 11.04.26 um 06:34:
Vielen Dank liebe Moppel!

 AnneSeltmann antwortete darauf am 11.04.26 um 06:34:
Dann los 

Herzlichen Dank Ekki!

 EkkehartMittelberg (10.04.26, 18:10)
Hallo Anne,
das ist so schön, dass man sich hineinlegen und träumen möchte.
Lg
Ekki

 willemswelt (10.04.26, 22:02)
beeindruckende Bilder und Wahrnehmungen,sehr schön,einen späten Gruß,Willem

 AnneSeltmann schrieb daraufhin am 11.04.26 um 06:35:
Ich danke dir Willem!

 AchterZwerg (11.04.26, 07:21)
Am Anfang war das Chaos, so heißt es.
Vielleicht eines, das einer inneren Ordnung folgte - und so schön war wie diese Wiese und ihre farbenprächtigen Bewohner!

 Reliwette (11.04.26, 16:08)
Ich betrachte einmal Deine Blumenwiese. liebe Anne, Die bunte Vielfalt, die keinem System gehorcht, nur einfach ist, wird durch deine lyrische Betrachtung noch viel farbenprächtiger.Das hast du gut umgesetzt!
Mit liebem Gruß!
Hartmut
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