Nach Dir

Gedicht

von  Benutzername

Mitnichten wird die Welt nach Dir zum Stillstand kommen,

die Flüsse, Bäche einfach aufhören zu fließen. 

Von Gipfeln werd ich Täler sehen, leicht verschwommen,

den Gipfelsturm danach mit gutem Wein begießen.


Der Hungrige wird weiter Pommes-Schranke futtern

und der Flaneur wird noch in Hundescheiße treten.

Am Sonntag wird Gebäck mit Tee gereicht bei Muttern,

in Kirchen wird man fleißig Vaterunser beten. 


Und manch Habseligkeit aus unserer Geschichte

verstaubt im Keller zwischen Einmachobst und Leim. 

Aus Trostgedanken wachsen schwülstige Gedichte

und fallen schließlich meist der Traurigkeit anheim. 


Doch irgendwann seh ich die Täler wieder klar,

die Flüsse, Bäche, wohl auch manchen fernen See;

nach Dir wird alles sein wie es schon immer war.

Und der Gedanke tut am meisten weh. 


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Kommentare zu diesem Text


 Hannes (19.04.26, 20:09)
Kommentar geändert am 19.04.2026 um 20:09 Uhr

Kommentar geändert am 19.04.2026 um 20:10 Uhr

Kommentar geändert am 19.04.2026 um 20:14 Uhr

 Hannes (19.04.26, 20:26)
Empfindsame und liebevoll zärtliche Verse und trotzdem
in einer deutlichen und einfachen Sprache gestaltet.
Außergewöhnlich !
Willkommen !
Der
Hannes
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