Filzgarnhaar, seegrün, tannenfarbene Augen.
Undine zieht dich hinab. Äderchen, blaue,
schimmern durch ihre durchscheinende Haut.
Du weinst nicht, wie ein Kind. Kein Laut
dringt aus deinem offenen Mund, deinen Lippen.
Dich verlässt aller Mut. Hoffen und Bitten
können dir nun nicht helfen. Vielleicht ein Gebet.
Glaube daran, glaube, dass es dir besser geht.
Da! Helios hält dich in seinen goldenen Armen.
Das Schwarz des Wassers färbt er regenbogenfarben.
Deine Ängste werden kleiner, Schritt für Schritt . . .
Und das Kätzchen, das in dir drinnen litt,
verwandelt sich in einen Panther, tiefschwarz.
Mit ebenso grünen Augen, wie die Undines, starrt
er sie an, sagt ihr sanft
Lebewohl, doch für deine Gesellschaft, hab Dank.
Wie jedes Wesen aus dem Zwielicht ist Undine zwiespältig.
So beängstigend sie war, so zärtlich hält sie
dich nun in ihren schneeweiß warmen Armen.
Deine Ängste schmelzen. Die Welt zeigt Erbarmen
auf ihrem Antlitz, nicht dem hässlich- doch schönen.
Und du erkennst, dass sie ist, wie wir sie sehen.