Ich telefoniere zum Mond,
suche Trost.
Die Welt ist schön.
Einen Kranich, ein Reh
sah ich vorm Zug vorübergeh`n.
Der Wald ist grün.
Kannst Du mich spür`n,
kannst du mich spüren?
Unter die Erde reichen Wurzeln.
Der Sommer steht auf Kinderfüßen,
dieser bittersweete.
Vielleicht habe ich die Krankheit der Schmetterlinge.
Ich lasse los, Dinge.
Doch einmal werde ich das ganze Leben loslassen,
nicht, Lieblingstassen.
Ich fürchte nicht mein eigenes Sterben.
Ich fürchte meinen eigenen Tod nicht.
Nur den derer, die ich lieb`.
Das Leben ist schön.
Die Welt ist schön.
Grün ist schön.
Der Sommer ist auch schön.
So ist es mit Schmetterlingen, Wurzeln, Kranichen, Rehen.
Sie alle werden sterben
und etwas Neues wird werden.
Mond, bist auch du vergänglich?
Ist der Himmel ein Gefängnis
oder deine Heimstatt?
Meine Fragen werden weicher.
Satt an Sommerfarben wundere ich mich
über meines Lebens Glück.
Ich will es nicht pachten,
nur den Moment leben,
ihm über die Nasenspitze schweben.
Vielleicht habe ich die Krankheit der Schmetterlinge.
Ich lasse los: Angst und Dinge,
bis ich im hellsten Blau eines Sommers mitschwinge.