Dunkelkammern

Gedicht

von  Janna

Du hast es vierzig Jahre lang gehütet,
so wie ein Wärter, der den Dienst versieht,
und, wenn der Sträfling hinter Gittern wütet,
die Tür verschließt und in die Freiheit flieht.

Trotz Knebel ist es manchmal ausgebrochen,
hat randaliert, die heile Welt bespuckt
und die vernarbte Wunde aufgestochen.
Du hast dich immer wieder weg geduckt,
anstatt die Fratze Wahrheit anzublicken.

Vergebens war dein ständiges Bestreben
die Dinge in ein rechtes Licht zu rücken,
denn dein Geheimnis hat dich preisgegeben.






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Kommentare zu diesem Text


 plotzn (11.06.26, 08:20)
Servus Janna,

Verschweigen und Vertuschen geschieht oft aus Angst vor der Schande, kann den Verrat aber niemals entschuldigen.

Bedrückend gut geschrieben!

Liebe Grüße
Stefan

 franky (11.06.26, 08:48)
Hi liebe Janna, 

"Trotz Knebel ist es manchmal ausgebrochen,
hat randaliert, die heile Welt bespuckt
und die vernarbte Wunde aufgestochen."

Packende Bilder! 

Liebe Grüße von Franky 
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