DER SENILE FLUSS

Gedicht

von  Drita

Kopfkissen, Leintücher-
alles in den Koffer.
Trotz Platzmangel.

Kinder rufen.
Vögel singen
im Garten.

Sie hat noch nicht gekocht
für die verstorbene Mama.

Die Wiegenlieder,
eine Tasche voll
bebender Wörter
und Erinnerungen.

Daraus baut sie
ein Schloss,
wiederholt Namen,
spricht mit Schuhen.

Links und rechts.

Ein seniler Fluss
zieht vorbei.

Plötzlich wird
die Geschichte klar:
das letzte Lachen
im weissen Frühlingskleid.



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