WER HAT MICH GETÖTET
Text
von Drita
Anmerkung von Drita:
Liebe Autorinnen und Autoren,
die Reaktionen vieler von euch haben mich tief berührt. Sie waren von einer Wertschätzung getragen, die ich so nicht erwartet hatte. Dafür möchte ich mich von Herzen bedanken.
Ich habe mich entschieden, auf KeinVerlag zu bleiben. Eure Worte haben mir gezeigt, wie viel gegenseitiger Respekt, Wärme und Verbundenheit hier ebenfalls zu finden sind.
Danke an alle, die mir geschrieben, meine Texte gelesen und mich ermutigt haben. Das bedeutet mir sehr viel.
Herzliche Grüße
Drita
Kommentare zu diesem Text
Liebe Drita, zunächst einmal freue ich mich, dass du dich umentschlossen hast und nicht "für immer" gehst (auch wenn ich, wie ich schrieb, deine Entscheidung respektiert hätte). Gerade hatte ich nämlich begonnen, mich in deine m. E. wirklich hochliterarischen, spannenden, 'emotions- (manche würden vielleicht sogar sagen, 'seelen-) nahen' Texte einzulesen.
Diese Kurzgeschichte mit dem Titel Wer hat mich getötet, und in der von dir gewählten außerordentlich passenden, konsequenten Ich-Perspektive erzählt, erlangt erneut meine volle Aufmerksamkeit. Denn gerade diese Ich-Erzählform schafft eine fast intime Nähe, die den Schmerz unmittelbar 'mitfühlbar' macht. Eindringlich (und sinngemäß einleuchtend) finde ich auch die Metapher des Mörders, der kein Gesicht hat:
Diese Zeilen zeigen auf außergewöhnliche Weise, dass der 'Mord' nicht als physischer Akt Bedeutung hat, sondern sozusagen die Summe einer kollektiven Kälte ist.
Du machst das emotionale Miterleben von Schmerz durch eine ganz besondere Sprachgebung und im übertragenen Sinne absolut greifbar. Der eigene innere Tod passiert hier nicht isoliert, sondern quasi als schmerzhafte Resonanz auf das Leid der Welt und das lähmende Wegsehen der anderen.
Die Personifikation der Schatten, also das Wort, das Schweigen, die Menge, zeigt (mir) sehr eindrucksvoll, wie sich gesellschaftliche Wunden verinnerlichen können, bis sich der Schmerz der Welt fast als eigene Schuld anfühlt und zum eigenen Schmerz wird.
Dass am Ende keine Heilung stattfinden kann bzw. keine schnelle Heilung, sondern zunächst das individuelle innere, sehr starke Empfinden des Zerbrochenseins fühlbar werden muss, um als Wunde auch nach außen 'zu wirken' wie ein Zeichen:
finde ich unheimlich kraftvoll geschildert und 'ehrlich' in der Aussage.
Hab' Dank für diesen Text u. lb. Grüße - Vaga
Diese Kurzgeschichte mit dem Titel Wer hat mich getötet, und in der von dir gewählten außerordentlich passenden, konsequenten Ich-Perspektive erzählt, erlangt erneut meine volle Aufmerksamkeit. Denn gerade diese Ich-Erzählform schafft eine fast intime Nähe, die den Schmerz unmittelbar 'mitfühlbar' macht. Eindringlich (und sinngemäß einleuchtend) finde ich auch die Metapher des Mörders, der kein Gesicht hat:
Den Namen meines Mörders kenne ich nicht, sein Gesicht nicht. Ich sah nie seine Hand zittern, als er mich traf.
Du machst das emotionale Miterleben von Schmerz durch eine ganz besondere Sprachgebung und im übertragenen Sinne absolut greifbar. Der eigene innere Tod passiert hier nicht isoliert, sondern quasi als schmerzhafte Resonanz auf das Leid der Welt und das lähmende Wegsehen der anderen.
Die Personifikation der Schatten, also das Wort, das Schweigen, die Menge, zeigt (mir) sehr eindrucksvoll, wie sich gesellschaftliche Wunden verinnerlichen können, bis sich der Schmerz der Welt fast als eigene Schuld anfühlt und zum eigenen Schmerz wird.
Dass am Ende keine Heilung stattfinden kann bzw. keine schnelle Heilung, sondern zunächst das individuelle innere, sehr starke Empfinden des Zerbrochenseins fühlbar werden muss, um als Wunde auch nach außen 'zu wirken' wie ein Zeichen:
Ich trage sie auf meiner Brust, nicht als Schande, sondern als Zeichen
Hab' Dank für diesen Text u. lb. Grüße - Vaga
Liebe Vaga,
deine Worte haben mich tief berührt. Es gibt Kommentare, die einen Text begleiten - und es gibt solche, die ihn noch einmal neu zum Atmen bringen. Deiner gehört für mich dazu.
Von Herzen danke ich dir für deine achtsame, tiefgründige Lektüre und dafür, dass du zwischen meinen Zeilen so viel gesehen hast.
Alles Liebe
Drita
deine Worte haben mich tief berührt. Es gibt Kommentare, die einen Text begleiten - und es gibt solche, die ihn noch einmal neu zum Atmen bringen. Deiner gehört für mich dazu.
Von Herzen danke ich dir für deine achtsame, tiefgründige Lektüre und dafür, dass du zwischen meinen Zeilen so viel gesehen hast.
Alles Liebe
Drita
Dein Text geht unter die Haut. Außergewöhnlich!
Herzlichen Dank, liebe Regina.