Das abgebrochene Windrad

Text

von  Gabyi

Ein abgebrochenes Windrad. Der Flügel lag ausgestreckt am Boden. Passanten schlenderten belanglos, fast missmutig vorbei. Sie hatten genug von diesem ewigen Öko Getue und Gerede. Früher hatte es so etwas auch nicht gegeben. Da gab es höchstens die Windmühlenflügel bei Wilhelm Busch, bei denen dem Müller der Kopf angeschlagen und lädiert wurde.


Zitat:
Aus der Mühle schaut der Müller,
Der so gerne mahlen will.
Stiller wird der Wind und stiller,
Und die Mühle stehet still.

So geht’s immer, wie ich finde,
Rief der Müller voller Zorn.
Hat man Korn, so fehlt’s am Winde,
Hat man Wind, so fehlt das Korn.

(C) Wilhelm Busch



Hinweis: Du kannst diesen Text leider nicht kommentieren, da der Verfasser keine Kommentare von nicht angemeldeten Nutzern erlaubt.

Kommentare zu diesem Text


 niemand (04.08.26, 11:24)
@ Gabyi
Das Gedicht von Wilhelm Busch finde ich herrlich. Fast nebenbei entlarvt
es des Menschen Elend irgendwie. Nie ist etwas ganz gut, öfter nur fast,
meistens nie   :D   Dennoch es bleibt immer nur das Bemühen. Nimmt man von der einen Seite was weg, dann fehlt es, auch wenn die andere Seite zufrieden
sein könnte. Mit liebem Gruß, Irene
Zur Zeit online: