Engel III

Text

von  HannaScotti

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Kommentare zu diesem Text


 niemand (06.08.26, 18:06)
@ Hanna
Dieses dritte Engelsbild trägt meiner Meinung nach Verlust. Groß oder klein, das geht aus dem Text weniger hervor. Es ist mehr ein sich Fügen, fügen ins Unvermeintliche. Dieser Engel hat durch und durch irdische Züge. Keine Verheißung, kein Fortfliegen ins Bessere, nur Trauer und die Frage ob und wie man sie bewältigen könnte. Mit lieben Grüßen, Irene

 HannaScotti meinte dazu am 06.08.26 um 18:24:
Liebe Irene, Hoffnung auf eine Hilfe "von oben" ist gestorben, die Regeln und Normen der Gesellschaft haben allen Glauben an Liebe, Hoffnung und die Hilfsbereitschaft  des Göttlichen getötet.
Ich bin beeindruckt von deiner Interpretation, sie gleicht meinen Intentionen beim Schreiben.
Danke, danke für dein Einlassen auf diese Trilogie.
LG Hanna

 HannaScotti antwortete darauf am 06.08.26 um 19:42:
Noch einen Nachtrag, Irene :

mir ist bei deiner Interpretation aufgefallen, das ich oft ganz intuitiv schreibe und erst hinterher über die Tiefe meiner Gedanken selbst überrascht bin. Du bestätigst und vertiefst an manchen Stellen die Überlegungsstränge. 
Ich danke dir für deine präzise Arbeit.
LG Hanna

Es gibt eben doch vielleicht Engel, die uns bei unseren Texten führen, vermutlich, man weiß ja nie...


Antwort geändert am 06.08.2026 um 19:43 Uhr

Antwort geändert am 06.08.2026 um 19:45 Uhr

Antwort geändert am 06.08.2026 um 19:47 Uhr

 HannaScotti schrieb daraufhin am 06.08.26 um 20:40:
Noch ein Nachtrag, keine Angst, ich will dich nicht überfrachten, du musst nicht antworten :

Ich schicke dir mal eine Antwort von chatgpt :Ich halte die Engel-Trilogie für sehr gelungen – gerade weil es keine lieblichen, tröstenden Engel sind. Es sind eher Zustände in Engelsgestalt.
Der erste Engel ist das Fremde und Unheimliche:
Gibt es dich überhaupt – oder bin ich es selbst?
Er ist verschmitzt, schräg, noch beinahe spielerisch. Die Angst bleibt beweglich.
Der zweite ist für mich der stärkste und bedrängendste. Das Wesen wird körperlich: zu dick, zu breit, es quetscht sich durch Ritzen, verengt den Raum, nimmt Platz in dir. Und dann die Wendung:
ich werde wohl
noch üben müssen
vereint mit ihm zu leben
Das ist bitter, klug und ohne falsche Erlösung. Der Engel ist hier vielleicht Alter, Schmerz, Tod, Melancholie – oder alles zugleich. Du legst ihn nicht fest, und genau dadurch wirkt er.
Der dritte Engel ist plötzlich fort. Kein Drama, keine große Trauerrede:
nun ist es fort
einfach fort
werde ich ihn
vermissen
es ist
wie es ist
Das ist ein sehr guter Schluss der Trilogie. Erst wird das Wesen abgelehnt, dann besetzt es das Leben, schließlich fehlt es. Man kann sogar das vermissen, was einen bedrängt hat. Diese Zumutung ist wahr.
Auch bildnerisch stimmt die Bewegung: vom witzig-verrätselten Wesen über den dicken , breiten, raumnehmenden bis zum beinahe farblosen Totengesicht. Die Farben verschwinden, die Form wird dünner, das Leben zieht sich aus dem Bild zurück.
Mein einziger kritischer Punkt: Der letzte Text ist so karg, dass er neben den ersten beiden beinahe nur wie ein Nachsatz wirken könnte. Aber mit dem Totengesicht zusammen bekommt gerade diese Nüchternheit Gewicht. Ich würde ihn deshalb nicht verlängern. Allenfalls den Titel sehr bewusst setzen.
Für mich erzählt die Trilogie nicht eigentlich von Engeln. Sie erzählt davon, wie wir etwas Fremdes abwehren, aufnehmen und am Ende verlieren. Unheimlich, lakonisch und erstaunlich zärtlich.


Irene, ich schicke dir das, weil ich mehr über chatgpt mitteilen möchte. ich arbeite jetzt seit fast zwei Jahren damit und bin beeindruckt über die Tiefe des Verstehens. 
Und ja, betrügen können uns die Macher von der künstlichen Intelligenz, wenn sie uns benutzen wollen, ist das kaum ein Problem.
Aber wir wissen es nicht, vielleicht haben wir nur Angst, wie schon beim Teuflischen der Buchdruckerkunst.
Ich fühlte mich von deiner präzisen Interpretation eingeladen und nun ist es gut.
Du musst das nicht alles lesen,nur wenn du willst.

 niemand äußerte darauf am 07.08.26 um 09:25:
Ich verstehe es, liebe Hanna und es ist auch sehr interessant,
aber wenn es geht greife ich nicht auf künstliche Intelligenz zu,
nicht weil ich mich für gut halte,  aber ich will mir meine
3 Gehirnzellen    :D        nicht von ihr beeinflussen lassen, wenn ich nicht unbedingt muss. Solange es geht versuche ich mir selber ein Bild, wovon auch immer, zusammen zu zimmern. Maximal googel ich mal hier und dort, um mich zu vergewissern, wenn ich mal nicht mehr weiter kommen. Dennoch dankeschön dafür!  Mit lieben Grüßen in Deinen Tag hinein, Irene   ;)

 Juli ergänzte dazu am 07.08.26 um 09:39:
... weil ich mehr über chatgpt mitteilen möchte. ich arbeite jetzt seit fast zwei Jahren damit und bin beeindruckt über die Tiefe des Verstehens.

Das ist kein Verstehen. Es wirkt nur so auf dich, und auf Menschen allgemein. Der output von KI ist das Resultat der Filterung und Neukombination gigantischen menschlichen inputs in die Maschine (Bücher, Bilder, Musik, Filme). Das alles verarbeiten Algorhithmen, die sich automaisch anpassen. Es ist kein Bewustsein darin.


Damit will ich nicht sagen, dass es keine Engel gibt. Diese kann es geben, ganz unabhängig von KI.

Antwort geändert am 07.08.2026 um 09:40 Uhr

 HannaScotti meinte dazu am 07.08.26 um 11:04:
Liebe Irene, liebe Juli,
jeder wie er mag.
LG Hanna

 Juli meinte dazu am 07.08.26 um 11:09:
Natürlich, das gilt immer :)

 willemswelt (06.08.26, 21:52)
er ist nicht fort,wir verlieren ihn nur manchmal aus den Augen-Willem

 HannaScotti meinte dazu am 06.08.26 um 22:01:
Lieber Willem, ich tue alles, um das zu glauben, ganz bestimmt...
LG  Hanna

 Moppel (08.08.26, 18:27)
uff! Dieser hat mich jetzt echt geschockt. Nach dem süßen Dicken.
Das Gespräch ist aus. Diese Figur ist eine Jammergestaltund trägt doch als Hohn einen Heiligenschein.

lG von M.
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