Irgendwo über den Gebirgen
muss uns schließlich auch
der letzte Treibstoff
ausgegangen sein
und im Gleitflug
verlieren wir
(merklich)
an Geschwindigkeit.
Mühsam nur
halten wir uns noch knapp
über der Wolkendecke
und manchem von uns
sind über Nacht
schon graue Strähnen gewachsen.
Im Chor probten wir einst den Aufstand,
nun beginnen wir uns bereits zu vereinzeln.
Im Geheimen sucht sich längst jeder selbst
seine eigenen retardierenden Momente.
Manche durchwühlen bereits seit Stunden
ihr Handgepäck.
Andere starren nur
– wie betäubt –
durch die Sonnenluken.
Auch wenn wir jeden noch so kleinen Aufwind nutzen,
um zumindest kurzzeitig
noch einmal
ein wenig
an Höhe zu gewinnen,
wissen wir ja, dass wir das Unvermeidliche nur hinauszögern,
den Aufprall denken wir selbst in unseren Träumen bereits mit,
und suchen die Hoffnung nicht mehr in den Wolken
sondern in den verstreuten Trümmern.
Vielleicht
geschieht
ja doch
noch
ein
Wunder.
Vielleicht überlebt irgendwie ja zumindest einer
unserer wichtigsten Gedanken.