Weinmond

Gedicht

von  Janna

Und wieder sitzen sie in ihren Kammern;
sie trauern diesem Sommer hinterher,
empfinden sich und jedes Dasein schwer.
Schon liest und hört man kollektives Jammern:

Frustriert haut mancher Dichter in die Tasten,
beschreibt die Nebel und verwelktes Laub,
empfindet Sommers Ende fast als Raub
und sucht dem Herbst sein Leiden anzulasten.

Der ist mal trüb, mal taucht er seinen Pinsel
ins Bunt, ums Schreiberlein zu animieren:
Ach, gingen die Poeten doch spazieren
und hörten auf mit Klagen und Gewinsel.



Anmerkung von Janna:

2017

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