Vorbei

Gedicht

von  Janna

Vorbei mit Mäusefang und Vogelhaschen
und all den heit’ren Tagen.
Vorbei mit Sahne schlecken und mit  naschen,
vorbei das  Mückenschlagen.

Verwaist und leer steht nun das Kuschelplätzchen
und keiner maunzt um Futter.
Kein schneller Hieb mehr von dem frechen Kätzchen
und niemand stiehlt die Butter.

Noch immer spüre ich die zarten Schritte,
die dich oft zu mir trugen.
Sie geistern lautlos durch des Herzens Mitte,
wo sie einst Wurzeln schlugen.


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Kommentare zu diesem Text


 AnneSeltmann (20.06.26, 06:58)
Moin Janna!

Dieser Text berührt mich, weil er nicht nur von Verlust spricht, sondern von all den kleinen Gewohnheiten, die ein geliebtes Tier still und selbstverständlich in unseren Alltag eingewoben hat. Besonders die Zeile von den „zarten Schritten“ gefällt mir – sie macht spürbar, dass Liebe nicht einfach verschwindet, wenn jemand geht.
Was bleibt, sind oft nicht die großen Erinnerungen, sondern die kleinen: der Blick zur gewohnten Ecke, das erwartete Maunzen zur Futterzeit, das Gefühl, dass gleich jemand um die Beine streicht. Der Platz mag leer sein, doch die Spuren eines geliebten Tieres reichen weit über das Sichtbare hinaus. Sie wohnen in unseren Gewohnheiten, unseren Gedanken und in den Räumen des Herzens.
Ein schönes und zugleich schmerzhaftes Gedicht, das zeigt: Wer so vermisst wird, hat ein Leben lang viel Liebe geschenkt.



Liebe Grüße

Anne
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