Alles wandelt sich

Gedicht

von  Quoth


Der-Welt-Lauf.jpg

Zacharias Dolendo nach Jacques de Gheyn II 1596




OMNIUM RERUM VICISSITUDO EST
Wandel ist immer und in allem

Das Glück hängt seine Fahne nach dem Wind -
reiß sie herunter, sei geschwind, mein Kind!

De-, Hoch- und Ar- der kühne Mut verbindet,
den mancher, tief verzweifelnd, nicht mehr findet.

Der Geiz vernichtet, was er horten möchte,
der Neid verleiht dem Neider keine Rechte.

Im Kriege greift der Krieger nach den Sternen,
den Frieden muss er blutend schätzen lernen.




Anmerkung von Quoth:

Aus der Ausstellung "Der Welt Lauf", Stuttgart und Bochum, 1998

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Kommentare zu diesem Text


 S4SCH4 (07.09.26, 13:45)
Ein stimmiges Gedicht zu einem Thema, das m.E. durch Philosophie, Esoterik u.a. oft nur noch blutentleert daherkommt. 

Es gibt einerseits den substanziellen Wandel und es gibt andererseits auch den Wandel um des Wandels Willen (die Leere und Pseudowahrnemungsfuck). Letzteres ist Irrsinn, Ersteres nahe dran.
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