Dann geh doch zu Otto!

Gedicht

von  Janna

Du mühst dich ab, willst alles richtig machen;

(was in der Regel niemand lange kann)

Du funktionierst, zeigst selten einen schwachen

Moment und strengst dich immer wieder an.


Das wird ganz selbstverständlich aufgenommen,

dein Umfeld hat sich gern daran gewöhnt.

Nur manchmal fühlst du dich (mit Recht) beklommen,

doch immer wieder bist du schnell versöhnt.


Vielleicht hast du geglaubt, du wirst gemocht,

wenn du stets alles gibst, und selten nimmst.

Vielleicht hast du nie auf dein Recht gepocht,

weil du nur ungern andre überstimmst.


Doch weil du einmal anders reagierst,

muss man den Stab mit Überzeugung brechen;

da du ein unerwünschtes Tun gebierst,

will man sich kurioserweise rächen.


Was du bejaht hast, ist sofort vergessen.

Was du verneintest, wird dir angekreidet,

denn es entspricht nicht anderer Int'ressen,

weshalb man sich für Abgesang entscheidet.




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Kommentare zu diesem Text


 franky (11.09.26, 08:56)
Hi liebe Janna 

"Doch weil du einmal anders reagierst,
muss man den Stab mit Überzeugung brechen;
da du ein unerwünschtes Tun gebierst,
will man sich kurioserweise rächen." 

Ein Ausdruckstarkes Gedicht. 
Gerne gelesen. 

Liebe Grüße von Franky 

 Janna meinte dazu am 11.09.26 um 09:04:
Hallo Franky, ich musste in den letzten Jahren mehr als einmal erfahren, dass man von manchen Menschen nur akzeptiert wird, wenn man nach ihrer Pfeife tanzt, nützlich für sie ist und ihnen nach dem Maul redet. Sobald das nicht mehr passiert und sei es nur ein einziges Mal, dass etwas nicht in ihrem Sinn geklappt hat, wirst du abgelehnt. Im Grunde genommen gut zu wissen. Das hat mich zu dem Gedicht veranlasst.
Ich danke dir für den Kommentar und sende liebe Grüße
Janna
Danke
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