Irgendwo in diesem Land

Gleichnis zum Thema Unzufriedenheit

von  Hannes

In einer etwas heruntergekommenen Herberge leben
viele unzufriedene, verbittere,
besorgte, wütende und vergrämte Menschen.

In den Zimmern tropft der Wasserhahn,
hinter dem Schrank hängt die Tapete von der Wand,

Staub liegt unter den Betten,
das Frühstück ist überteuert
und die Angestellten sprechen nur fremde Sprachen.

Die Bewohner schimpfen und lamentieren
über den Zustand des Hauses,

meckern und beschweren sich
über die Geschäftsführung

und machen Front gegen die Mitarbeiter.

Und aus Protest über diese Verhältnisse
scheißen viele von ihnen
in ihrem Zimmer auf die Bettdecke.

Sie haben jedoch nicht bedacht,
dass sie heute Nacht und vielleicht noch einige Zeit
in diesem Bett schlafen müssen.





Anmerkung von Hannes:

......geschrieben am 6.9.26 um 18:28 Uhr nach der 1. Hochrechnung

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Kommentare zu diesem Text


 Quoth (06.09.26, 22:03)
Könnte es sein, dass Du die Mehrheitsverhältnisse dort beschissen findest? Aber vielleicht sind sie ein heilsamer Schock für die Etablierten, dass sie endlich mit dem Gezänk aufhören und Politik machen!

 Tula (06.09.26, 22:16)
Nun ja, lieber Hannes, 
Wahlen sind ja immer "für jemanden / eine Partei" und das entsprechende Programm und nicht "gegen" andere. Zumindest als Prinzip.
Da gerade hier auf KV immer wieder festgestellt wird, dass der blöde Mainstream nicht selbstständig denken kann, gehe ich davon aus, dass sich mindestens 44% der Wähler heute kritisch denkend mit dem Wahlprogramm der siegreichen Partei vertraut gemacht haben.  Denn dieses steht online und findet sich in Sekundenschnelle. Also haben sich diese bewusst entschieden: 
- nicht nur gegen Immigration, sondern auch gegen Integration und Inklusion,
- gegen klimafreundliche Energien und für die Rückkehr zum Kohleabbau,
- gegen Kriegsvertriebene aus der Ukraine und für die Nähe zu und vorhaltlose Unterstützung Putlers, um ihn in seiner blutigen Aggression zu unterstützen und und ... na ja, und 
- weniger Meinungsfreiheit, vor allem in der Kultur. Das Programm der AfD führt so einige konkrete Beispiele auf, wer warum kein Geld mehr bekommen darf, d.h. wenn die Inhalte nicht AfD-Ideologie-konform sind. Wenn das nicht an MAGA und Trump erinnert.

Kurios noch, dass das Attentat in Magdeburg beweist (es wird übrigens gleich zweimal als Beweis angeführt), dass man Ausländer nicht im Pflegedienst beschäftigen darf. Statt dessen mehr Digitalisierung und KI. Ich vermute, sie meinen die nächste Generation von Robotern, die schon bald den Alten in den Heimen den Arsch abwischen werden Wenigstens für die nächsten 20 bis 30 Jahre, denn so lange dürfte es dauern, bis die Maßnahmen zur Förderung kinderreicher (also deutscher!!!) Familien greift. Das ist vor allem deshalb logisch, weil gerade Gut-Verdiener selten mehr als ein Kind haben (wollen).

Dann noch die Geschichte: Sollte man unbedingt umschreiben, damit wir unsere Schuldkomplexe wieder los werden. Mehr 1813 und 1871, statt 1939-45.

Also das AfD-Programm steht online und jeder, der heute dafür gewählt hat, kennt es mit Sicherheit sehr gut. Ich fand die Lektüre sogar unterhaltsam, von groben Verzerrungen, Verallgemeinerungen und Übertreibungen, traditionsreicher Deutschtümelei bis hin zu durchaus sehr einleuchtenden und vernünftigen Vorschlägen ist alles dabei. Ich stimme auf jeden Fall zu: Mehr Sport an den Schulen!

Was fällt mir sonst noch zum Programm(-ende)  ein? Ehm .. 
Gute Nacht!

LG Tula

Kommentar geändert am 06.09.2026 um 22:20 Uhr

Kommentar geändert am 06.09.2026 um 22:25 Uhr
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