Kritische Bewertung zweier Kunstwerke von zwei verschiedenen Künstlern

Rezension

von  Wastl

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Achilles besiegt Goethe

Die theatralische Nüchternheit dieses bescheidenen Meisterwerks lässt sämtliche Konkurrenzwerke erblassen, die in ihrer Ausrichtung nicht den geringsten Vergleich mit ihm standhalten können. Der unterhalb der Mitte auf der linken Seite gesetzte Punkt demonstriert ungestüme Gelassenheit und wohltemperierten Verzicht auf das verbissene Anliegen, Kunst herzustellen und zu zeigen. Hier wird das Ideal der Gestaltung durch den Verzicht auf Überflüssiges und die erfrischende Abwesenheit von Nähe zur Wirklichkeit auf vorbildliche Weise realisiert.

Gescheites Scheitern

Hier zeigt sich das Banale in seiner erbärmlichsten Ausprägung. Der grüne Punkt auf der unteren rechten Seite steht mit seiner rücksichtslosen Kleinlichkeit und unstillbaren Triebgier letztlich für den schamlosen Verlust der kunstwertlichen Daseinsberechtigung. Hier tötet der Geist alles Sehenswerte durch seine unzumutbare Überhäufung mit viel zu komplexen Deutungsmöglichkeiten, die nichts anderes als die reinste Willkür eines profilneurotischen Möchtegernkünstlers sind.



Anmerkung von Wastl:

Die Ähnlichkeit der bemalten Leinwände ist rein zufällig. Die Künstler leben (bzw. lebten und werden leben) zudem auf unterschiedlichen Kontinenten. Der eine ist vor 23 Jahren verstorben, der andere wird erst in 15 Jahren geboren werden. Das Werk konnte mithilfe der neuen Zeitmaschine von Siemens/Dell Futura 800 entdeckt und sichergestellt werden.

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Kommentare zu diesem Text


 AchterZwerg (09.10.26, 07:06)
Kenne leider nur die Achillessehne und die auch erst nach einer Verletzung.
Von Goethe habe ich aber schon mal was gelesen. "Rinaldo und Juliane" oder so. War irgendwie uncool. - Goethe soll es aber bald in einfacher Sprache geben: Ich freu mich drauf!

Das Gescheiterte Scheitern überzeugt mich mehr, lässt es sich doch leicht in einen Erfolg des herrlichen Achtzwergenwerks ummünzen.
Leider ist der Literaturnobelpreis in diesem Jahr schon vergeben ... :ermm:

 Wastl meinte dazu am 09.10.26 um 21:52:
Herzlichen Dank!  :)

 Schtzngrrrrm (09.10.26, 11:33)
VON DER KRITIK IN KEINERLEI HINSICHT GEWÜRDIGT HINGEGEN, BEI ALLEM LOB UND SCHIMPF, WELCHE DIE BEIDEN ANDEREN WERKE ERFAHREN HABEN WERDEN, SCHLICHT ÜBERSEHEN, WIRD DAS ÜBER GENERATIONEN VON DEN VERFEINDETEN FAMILIEN KLITZIBÜTZ UND BITZIKLÜTZ ÜBERLIEFERTE WERK STILLSTAND SEIN, WOBEI EIN ROSA PUNKT ALLE 50 JAHRE AN EINER ANDEREN STELLE DER LEINWAND AUFGETRAGEN SEIN WIRD, EIN SPRINGENDER PUNKT SOZUSAGEN. 

 Wastl antwortete darauf am 09.10.26 um 21:54:
Was vom Punkt ausgeht, kehrt auch wieder zurück. 
Alte Punktregel aus dem Punktiversum.

Man dankt.

 Verlo (09.10.26, 11:44)
Wastl, wäre ich eine junge Frau, würde ich dir dafür nicht nur die Füße küssen  <3

 Wastl schrieb daraufhin am 09.10.26 um 21:55:
Das wär ja wohl das mindeste ...

Danke

 EkkehartMittelberg (09.10.26, 13:52)
Hallo Wastl,
sind Rezensionen erst abgespeckt,
bemerkt man die Weite, die darin steckt.

LG
Ekki

 Wastl äußerte darauf am 09.10.26 um 21:55:
Mehr ist weniger als wenig. Oder wars nicht umgekehrt?

Danke Ekki

Wastl

 Tula (09.10.26, 22:04)
Hallo Wastl
In der Tat hast du hier etwas genau auf den Punkt gebracht. Ich denke dabei auch ganz zufällig an Kishon und sein wunderbares 'Picasso war kein Scharlatan'.
Eine Fortsetzung über Bananen an der Wand wäre nett 

LG Tula
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