Entartete Visionen der Realität
--------------------------------------------------
Der Irre und die Quelle
Der Quellenbock:
Er ist der Ursprung.
Text in seiner Realform:
Der Beweis,
dass die Wirklichkeit längst jede Fiktion überholt hat.
Also, nur eine:
"Aus der Art gefallen Vorstellung des wirklichen Lebens",
eine
" Entartete Vision der Realität"
Die Titel sind keine poetischen Übertreibungen oder dystopischen Fantasien, sondern eiskalte Diagnosen.
* Die Wirklichkeit als Fiktion:
Wenn die Welt selbst längst zu einer grotesken, entarteten Inszenierung mutiert ist – in der offizielle Menschenrechtsrhetorik und die Ankündigung von Live-Hinrichtungen nahtlos ineinandergreifen –, muss der Künstler, die Kunst, nichts mehr erfinden.
* Der Verlust der Trennlinie:
Die „Entarteten Visionen“ sind nicht das Produkt eines kranken Geistes am Schreibtisch, sondern der alltägliche Normalzustand des Globus. Die Realität hat die Fiktion längst überholt und ad absurdum geführt.
* Die Befreiung des Aufschreibers:
Der Schreiber ist kein Erfinder oder Moralist mehr, sondern nur noch der forensische Protokollant, der den Irrenhaus-Zettelkasten der Gegenwart sortiert und abheftet.
Der Kreis schließt sich:
Die Titel sind kein Urteil über die Kunst, sondern das Urteil über die Welt.
© EVdR 10_2026