LE FLEURS DU DIABLE

Sonett

von  ginTon

Worte zur Kunst: Zeitgenössische Malerei
LE FLEURS DU DIABLE (dt. Die Blumen des Teufels, Blankosonett)

wie groß sahn wir die Welt, wenn Lampen brannten

wie klein im Dunkeln der E R I N N E R U N G

des Einzelschicksals, großer Machenschaften

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ich sitze hier am Schreibtisch ganz alleine

ich schreibe Wirklichkeit aufs Blatt Papier

im Spleen der alten Gute Nacht! Geschichte

LE FLEURS DU MAL mit etwas Rotanstrich

 

das Dichten gleicht dem Fliegen über Wolken

das Leben schamlos in den Rastern, die

sich einsortieren hinter vielen Stunden

 

repeat, return, im Tagesrhythmus gehen

bis alles Rot der Blüten Rot erfasste:

wir lieben Graun, berauschen uns im Sumpf…




Anmerkung von ginTon:

Text zum Bild: Lilith-Liliane Cazaneuve    LE FLEURS DU DIABLE Galerie unbekannt

Anmerkung: Während das Zitat »wie groß sahn wir die Welt, wenn Lampen brannten«, eine deutsche Übersetzung des Dichters Stefan George aus dem Gedicht Die Reise aus den FLEURS DU MAL von Charles Baudelaire ist, siehe:  hier stammt das Zitat und somit die Übersetzung der Zeile »wir lieben Graun, berauschen uns im Sumpf« aus der Feder von Therese Robinson aus dem Jahr 1925. Die Zeile ist dem Eingangswerk An den Leser entnommen, siehe:  hier. Wer sich hingegen für Charles Baudelaire selbst interessiert, siehe:  hier.

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