PERMANENTE DEMONSTRATION

Sonett

von  ginTon

Worte zur Kunst: Zeitgenössisch
PERMANENTE DEMONSTRATION (Blankosonett)

»das Bild der Frau« wie wir es täglich zeichnen
wird stark geprägt von dem Gesellschaftsdruck
das Diktum Schönheit mit dem Alter gleichzusetzen
in dem die Fruchtbarkeit an erster Stelle steht

vom leeren weißen Feld bis zur Zerstörung
steigst du ins Bild mit diesem „Haut und Haar“
sich deiner Kopfverletzung anzunähern
stichwund, vernäht – Sujet: Demonstration

ich spinne und wir Spinner weben weiter
den Faden zum Kokon des Grenzbereichs
»Ich selbst« inmitten fremder Entitäten

so INSIDE-OUT, verletzlich und vernäht
in einem Netz aus K ö r p e r ü b e r s ä h u n g
der Lust und Last bis nichts mehr übrig ist…



Anmerkung von ginTon:

*Text zum Bild:  Annegret Soltau PERMANENTE DEMONSTRATION Courtesy Galerie Anita Beckers, Frankfurt am Main

Das vorliegende Gedicht setzt sich mit der radikal feministisch entwickelten Bildsprache der Fotografie-, Installations- und Performancekünstlerin Annegret Soltau auseinander, siehe:  hier und  hier und nutzt dabei Zitate und Slogans wie „Ich steige ins Bild rein, mit Haut und Haar.“, mit der die Künstlerin selbst ihre Kunst beschreibt, siehe:  hier und  hier.

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