LA CLEF DES SONGES

Sonett

von  ginTon

Worte zur Kunst: Surrealismus
LA CLEF DES SONGES

(dt. Der Schlüssel der Träume, Blankosonett)

der Mond schien hell und mit ihm fielen Worte

ins offene Fenster der G e d a n k e n w e l t

ein Gegenstand ist mehr als seine Summe

und Bilder nur ein Traum in einem Traum

 

la neige wie der Schnee vom letzten Winter

sein Daseinsrecht verloren hat, so schmilzt

das Ding zu einem Wort-Bild-Übersetzer

der Wirklichkeit, wo nichts mehr wirklich scheint

 

im Rahmen dieser Deutungsanalyse

betritt das Auge einen neuen Raum

klickklack der Fruchtbarkeit und Seelenregung

 

ein Laut ist nur ein Bild, ist nur ein Laut

der feinen Grenze | Körper | Innenleben:

ich schreibe dich in meine Wirklichkeit




Anmerkung von ginTon:

Text zum Bild: René Magritte  LA CLEF DES SONGES     Collection Hersaint, Zürich 

»ich schreibe dich in meine Wirklichkeit« in Anlehnung an den Aphorismus von Oscar Wilde: Wenn man über eine Sache nicht redet, ist sie nicht geschehen. Nur, wenn wir sie in Worte kleiden, geben wir den Dingen Wirklichkeit. In diesem Zusammenhang geht das vorliegende Werk, wie auch das hier vorgestellte Bild DER SCHLÜSSEL DER TRÄUME von René Magritte auf die Vieldeutigkeit von Bild, Sprache und Gegenständlichkeit ein, siehe:  hier und  hier. Wer sich hingegen für René Magritte selbst interessiert, siehe:  hier

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