Wohliges Versagen

Gedicht

von  HansBeislschmidt

Wohliges Versagen

Ich werde niemals mich beklagen,
weil ich geschlafen und den Zug versäumt.
Mein Weg kennt wohliges Versagen,
wo andre ihre Träume ausgeträumt.

Ich brauche deshalb keine fremden Herren
und bleibe gern der unbequeme Spötter,
werd mich gegen Speichellecker sperren,
verzichte auch auf eure schönen Götter.

Wenn Schwache nur Despoten wecken
und fordern längst verlor'nes Recht,
erwächst in mir lethargisch Schrecken,
ich seh' den Mut von Hegels Knecht.

Salbt euch doch selbst mit den Gefühlen
auf euren gepolsterten Beichtstühlen.


Beislschmidt 25


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