KLICKS UND CLIQUEN

Synthesen + Analysen in der Matrix


Eine Kolumne von  Bergmann

Freitag, 10. April 2026, 20:32
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Ästhetik des Fehlers

880. Kolumne


 
In der Zeit, als der Glaube an die Besserung der Welt noch ein Gebot sein konnte, war das Kokettieren mit Fehlern inklusive der eigenen, noch ein politromantischer Akt. 
Ja, es ließ sich eine Ästhetik des Fehlers entwickeln, und derlei war auch gut, wir wissen's von Beuys und Co., und etwa die Ästhetik der Hässlichkeit (damals noch mit ß) hatte außerdem aufklärerische Funktion. Das Aufscheinen des ganzen Kosmos im Fragment, das war ja eigentlich immer schon eine wichtige Idee der Kunst. In der Kunst konnte sich sogar Theologie (selbst immer Fragment und unvollendet) entfalten und übersteigen. - Auch der Schönheitsfleck der Frauen wies auf die eigentliche Schönheit hin und lenkte ab vom unwesentlichen Fehler, der ganz woanders lag und nun, verdeckt durch einen Wahrheitstrick, versteckt wurde.

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Kommentare zu diesem Kolumnenbeitrag


 S4SCH4 (10.04.26, 22:02)
Das Thema hat eine goldene Zukunft! 
 
Durch die ganze KI reinwaschultrasuperhochglanzaufbereitung von Inhalten wird der Fehler die Menschheit in ein neues, der KI trotzendes, Zeitalter führen. 

Nun vielleicht nicht ganz sooo glorreich, aber ich dachte mir darüber bereits einige Male was aus.
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