Universum

Gedicht

von  Pearl

Ich gehe zur Mauer, schaue aufs Meer
versuche nicht zu denken, nur zu akzeptieren.
Ich liege. ruhig auf Schnee
schaue:
ein Haus, das in Flammen steht.
Ich frage, frage so sehr
Antworten                    bleiben verwehrt.
Bin Teil des ALL
                            ES
in der Schw        ebe
                                                          erl
                                                            Leere als Schmerz.

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Kommentare zu diesem Text


 Quoth (12.03.25, 12:06)
Ein kleines Fest der Gegensätze:
Mauer und Meer - Begrenzendes - Grenzenloses
Schnee und Flammen - Kaltes - Heißes
Denken und Akzeptieren - Denken stellt in Frage
Fragen ist die Frömmigkeit des Denkens - Hartmut Rosenau, Theologe
Antworten bleiben verwehrt - das lyrische Ich fühlt sich ausgeschlossen oder abgewehrt oder ignoriert
Ist aber Teil des Alls
Gibt ES einen Gott? Das bleibt in der Schwebe
das lyrische Ich erlebt Leere als Schmerz, also als Mangel
So interpretiere ich den Text ...

 Pearl meinte dazu am 12.03.25 um 23:15:
Das mit den Gegensätzen ist mir selbst gar nicht aufgefallen! Hier schrieb "Ben" mit, also vor allem das Unbewusste. Das hatte ich vergessen dir zu erzählen. Es fiel mir erst gerade ein. Ein Gedicht des Wahnsinns, denn Wahnsinn kann auch Schönes schaffen.

Dass du hier kommentiertest und es auch magst, bedeutet mir viel. Danke.

Antwort geändert am 12.03.2025 um 23:16 Uhr

 Quoth antwortete darauf am 13.03.25 um 08:22:
Ich stelle mir Wahnsinn als ein Zerbrechen des Bewusstseins vor, und woran zerbricht es? An überbrückbaren Gegensätzen ... "Ben" versuchte wohl, die Einheit - zumindest im Gedichttext - wieder herzustellen. Der Wahnsinn ist eine Art Selbstheilungsversuch, denke ich mir. Bin aber kein Wissenschaftler!  :dizzy:
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