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Tagebuch

von  Pearl

Der Klang von weißen und schwarzen Tasten auf Klavier. Im Schneefall verstummt die Welt. auf Wollmantelschultern: schwere Nässe. Gebeugte Köpfe. Regenschirme heben ihre Farben an. 

Die Nachbarn, laut. Ich kann nicht schreiben. Höre Musik. Ich kann nicht glücklich schreiben. Iglumädchen, eingeigelt in Tori, Lana und Holly Macve. 

Innen sehe ich Schnee. Außen ist er noch nicht da. 


Meine Tränen schneien auf Papier.



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Kommentare zu diesem Text


 Schreibfan (18.11.24, 01:01)
Ein sehr dichter Text, gefällt mir gut. Besonders das Ende, bei dem das Lyrische Ich den Schnee vor dem inneren Auge, aber nicht aussen sieht. Schnee bedeutet Kälte, aber auch Stille. Das kann gut oder schlecht sein. Ich habe den Text sehr gerne gelesen.  
Gruß,  Schreibfan

 Pearl meinte dazu am 18.11.24 um 15:37:
Danke, liebe Schreibfan. Denn ich mag diesen Tagebucheintrag sehr gern.

Ja. Innen sieht das Ich  ( ich bin das) Schnee und der schneit dann in Tränen auf  Papier ( Schreiben). Stille ja. Die Sehnsucht nach Schnee und Stille.

Beim Schreiben dachte ich auch an jene schöne Erklärung für den Klang von Schnee:

https://youtu.be/-DgnbQCnsVI?si=G2YLtyiTNzpaLOYe

Antwort geändert am 18.11.2024 um 15:38 Uhr
hehnerdreck (67)
(18.11.24, 05:12)
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 Pearl antwortete darauf am 18.11.24 um 15:40:
Wow. Vor allem die Mauer finde ich sehr passend!

Danke für deine Worte!

Pearl
hehnerdreck (67) schrieb daraufhin am 18.11.24 um 23:31:
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