Ein Tag, mein letzter (?)

Gedicht zum Thema Liebe & Schmerz

von  creative16

ich wache auf und der nebel
über dem see namens verstand lichtet sich.
wasser rauscht auf mich, in mich,
die dusche ist der fluss,
der meine sinne in bewegung hält
und die wellen meiner gedanken,
sanft an das ufer der vernunft spült.

ich trete aus der tür.
kontakt mit der außenwelt.
langsam schreite ich die allee hinab
und blätter schweben sachte hinunter,
legen sich auf meinen weg,
verdecken die essenz -
ich verlaufe mich.

großes, leeres, altes gemäuer.
ich rufe hinein, lausche meinen worten,
ich verliere mich.

die kühle der wände drückt mich hinab,
ich sinke auf den boden, lege mich hin,
lausche dem flüstern der tausend tapsigen schritte,
die über diese erde geführt.
ein jeder anders, ein jeder eine träne wert.

ich spüre, wie meine lebensträne leise hinausrinnt,
kurz verharrt, dann versickert,
und ich schließe die augen,
um endlich zu dem zu werden, was du wolltest.

zeit verinnt, mein fluss versiegt,
mein see trocknet aus...

dann klingelt mein handy.

Heute Abend um 7?

In Ordnung...

Liebe.

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Kommentare zu diesem Text

Lykos (17)
(23.03.11)
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 creative16 meinte dazu am 23.03.11:
Danke, freut mich, dass dir das gesamte Gedicht gefällt und insbesondere der angesprochene Teil besonders.
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