Menschen in den letzten Zügen

Gedicht zum Thema Menschheitsdämmerung

von  Morphea

Von Menschen in Zügen,- nicht in den letzten
sie teilen den Zeittakt in Schwellensekunden
durch Kilometer, durch sich selbst, durch Stunden
im Rasen zum Ziel,- die durch den Raum Gehetzten

vorbei an Langsamkeit die an den Fenstern klebt
reisen pfeilwärts in einem Medium aus Stahl
sie trennen Gleich vom Jetzt im Zeitenstrahl
von einer Welt da Draussen, die sich anders lebt

die seltsam wie im Film verzerrt vorüberweht
und Bahnhofuhren schwimmen zeitgerafft im Blick
die Türen spucken Menschen in die Zeit zurück
wenn Zeitverzug im Raume steht - . . . zu spät

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Kommentare zu diesem Text


 LottaManguetti (16.03.21)
Ich mag die Unterschiedlichkeit der zeitlichen Abfolgen.
Super

Lotta

 Thal (16.03.21)
Ob es endlich etwas voran gehen darf wenn ftl möglich wird?
http://www.sci-news.com/physics/superluminal-travel-09448.html
...zumindest müssen wir dann keine Gurte mehr anlegen und dieses ohrenbetäubende Quietschen der Eisenbahnräder auf den Schienen beim Bremsen würde wegfallen... das wäre ein weltbewegendes Ereignis und eigentlich alles grundlegend verändern... - klar, dass es mit Sicherheit einige bestimmte Gruppen von einflussreichen Menschen gibt, die so etwas verhindern, um keine finanziellen und machtpolitischen Risiken einzugehen- ganz egal wie spät es noch werden muss....
Wie heißt es nochmal? "Kunde ist König " - aber wenn kein Angebot der Nachfrage entspricht und alternative Händler auf dem Scheiterhaufen landen, fängt es wohl oder übel langsam an zu brodeln. Und das Überschäumen kann auch nur eine kurze Zeit hinaus gezögert werden durch bestimmte Maßnahmen wie "Lockdown" . Man darf darauf gespannt sein, wie man sich letztendlich der breiten Masse entledigt oder alle zusammen endlich eine Lösung findet und quasi als Menschheit "erwachsen " wird. ... Vorher werden wir eh nicht mit ftl durch das All flitzen dürfen... man drückt doch einem Affen auch keinen Nuckearzünder in die Hand...
Grüße

 Morphea meinte dazu am 16.03.21:
yo, wenn! Auch ein Visionär wie Elon Musk kann physikalische Gesetzmässigkeiten nicht biegen. Relativitätstheoretisch sind und bleiben wir sozusagen eine ziemlich trääääge Masse. Die Menschheit wird sich längst schon vernichtet haben, lange bevor sie je mit Warp-Geschwindigkeit, an der Enterprise vorbeizischen können würde, um Spock und Cpt.Kirk den Stinkefinger zu zeigen (höhö)
Fazit, wir müssen wohl oder übel dieses nervende Quietschen ertragen, in rumpelnden Zügen , die ewig verspätet irgendwie gefühlt niemals ankommen. Und wüßten wir nur auch um das Ziel.... [?]

Antwort geändert am 17.03.2021 um 10:37 Uhr

 drmdswrt (17.03.21)
Zeit ist relativ, doch wir haben sie zu etwas Absolutem gemacht. Wir sind blöderweise ziemlich eindimensional, was unser Denken angeht, wo doch unsere Körper schon in 3 Dimensionen leben.
Nutzten wir die Zeit unabhängig von unseren festgezurrten Plänen und Tagesabläufen, könnte manche Zugfahrt nicht lange genug dauern. Wären Reisen mit Warp-Geschwindigkeit möglich, wünschten wir uns mit Sicherheit die Deutsche Bahn zurück.

 Morphea antwortete darauf am 17.03.21:
Wir leben in einer Quantenwelt die multidimensional verläuft, können das jedoch nicht wahr nehmen weil wir iim eindimensional Denken gefangen sind, es wäre eine Überforderung unserer Sinne. Genau so: Wir sind keine Hochgeschwindigkeitsorganismen, wir nehmen die Umwelt schon jetzt nicht mehr in dem Tempo wahr das uns ureigen ist. Und ja, wir würden die Langsamkeit des Lebens vermissen: Treffelink wizz doitsche Baaaan ;)

 HerzDenker (07.10.21)
Ich ahne langsam, um was es dir geht...ein Zeitalter mit mehr Leben, Licht und Wahrheit? Die Hoffnung würde ich teilen, dass es durchaus in diese Richtung (weiter)geht, real !
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