Totengang

Text zum Thema Befreiung

von  jennyfalk78

Man läuft so einer Urne hinterher und sagt nichts.
Es wäre so ein schöner Moment sich zu unterhalten.
Hier und da ein Irgendwas was schön ist, rechts und links vergangene Geschichten
und die Natur greift sich das Ende.

Aber, der Tod muss traurig sein!

Taschentücher fliegen wie die Spatzen,
die drumherum ihre Nester bauen.
Einfach sitzen bleibend,
Augenblicke rauben.

Aber, der Tod fordert Seelen!

Der Anhang streift träge auf das Ziel,
die Erde muss kleben
und
Rosen fließen in den Abgrund.
Die vorbereitet waren.

Aber, so ein Tod muss Narben hinterlassen!

Man kann auch hinterher laufen und nichts empfinden!
An den Morgen denken, der schöner ohne die Urne ist.
Frei von Schuldgefühlen, kein Finger mehr,
der strafend auf einem zeigt.
Nie wieder Nichts Gespräche, die mit dem bösem Blick enden.
Keine Ignoranz mehr, kein schlechter als andere,
kein niemals leiden konnte.
Kein besser sein müssen und
meiner lächerlichen Fratzen zur Begrüßung
haben endlich ein Ende gefunden!

So ein Sterben kann auch Freiheit sein!

Kommentare zu diesem Text


 franky (28.09.21)
Hi liebe Jenny

Das hast du sehr treffend formuliert.
So sind sie, die verschiedenen Gesichter.
Und alle liegen sie schließlich begraben im Friedhof.

Morgengrüße von Franky

 Dieter_Rotmund (28.09.21)
Hat interessante Ansätze, bleibt aber insgesamt zu heterogen und zu unkonkret, finde ich.

 AchterZwerg (28.09.21)
Unsereins ist halt selbst bei Urnengängen deutsch.
Lass uns nach New Orleans ziehen. Oder nach Mexico ...

Liebe Grüße
der8.
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