VVV VII: INFJ

Anekdote zum Thema Friedhof

von  Terminator

Erst spricht er große Weisheiten aus, vollbringt Wunder und heilt Kranke. Dann behauptet Jesus machttrunken: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Ich bin der Gatekeeper des Himmelreichs.

Die Tugend eines INFJ ist Integrität. Sein Laster ist (moralische, nicht materielle) Korruption. Jesus steht konsequent zu sich selbst, seinem Gott und seinen Werten. Er verrät sie nicht, er nimmt sogar den Tod dafür in Kauf. Doch zugleich macht er seine Person zur Bedingung des Himmelreichs. Er ist, wie er behauptet, der Sohn Gottes. Absolute Macht korrumpiert absolut.

Jesus hängt neben zwei anderen Verbrechern am Kreuz. Einer von ihnen tut gar nichts zur Sühne, bereut nicht einmal seine Taten, sondern nimmt diesen Jesus einfach als seinen Erlöser an, vielleicht aus Verzweiflung. Er wird eh in wenigen Stunden tot sein, was hat er schon zu verlieren? Da verspricht ihm der Sohn des gerechten und weisen Gesetzgebers des Universums, dass er als Erster mit ihm ins Himmelreich eingeht. Willkür pur.

In der Person Jesu Christi zeigen sich Tugend und Laster eines INFJ zugleich. Ein lasterhafter INFJ war Adolf Hitler, ein tugendhafter INFJ der Begründer der hier erklärten Typologie Carl Gustav Jung.

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Kommentare zu diesem Text


 Augustus (01.10.21)
bedenkt man, dass Genies 100-200 Jahre (wenn nicht mehr) ihrer Zeit voraus sind, so wäre denkbar, dass ihm Jesus in seiner Person, jener höchste Entwicklungszustand des Friedens, der unter den Menschen herrschen kann, sich zu erkennen gab. Dieser friedliche Zustand ist dann als von Gott so gewollt ausgelegt worden, weil über diese Vorstellung eine friedlichen Welt nichts mehr geht. Die Umsetzung jener Ideen in der damaligen Zeit wurde dem Menschen Jesus zugeschrieben, jenes (noch) unerreichte Ideal des Friedens dem Reich Gottes zugewiesen.

Wenn der absolute Frieden das Endszenario der Menschheit darstellen sollte und Jesus dieses Ideal, die Idee schon vor 2000 Jahren gesehen und gepredigt hat, welches aber vllt in Wirklichkeit beispielsweise in 100.000 Jahren oder noch später erreicht wird, so ist der Titel „Gottes Sohn“ als Verwender oder „ausübender“ von Gottes Wille nachvollziehbar. Denn wie schaut denn das endszenario aus bei Vollendung allen Guten?

Diese Ideen vor 2000 Jahren gedacht und in die Tat umgesetzt, waren so neu, dass sie, wie man bis heute siehst, nachwirken, weil sie möglicherweise damals das in weiter Ferne liegende Endszenario vorweggenommen hatten.

Kommentar geändert am 01.10.2021 um 12:29 Uhr

 LotharAtzert meinte dazu am 01.10.21:
Interessant, interessant.
Aber unterschlage bitte nicht, daß Buddha 500 Jahre früher wesentlich weiter ging. Der hier völlig zurecht gelobte C.G. Jung hat das auch so gesehen.

 Terminator antwortete darauf am 01.10.21:
Natürlich kann man Jesus auch als vorausgeschauthabendes Genie sehen. Oder auch gleich an ihn glauben und ihn Sohn Gottes nennen. Ich sehe ihn hier im Rahmen von "Tugende und Laster der 16 Persönlichkeitstypen" als einen Menschen, vom Typ anscheinend INFJ, und werte die aus den geläufigen Quellen vorhandenen Informationen aus.

Für mich sind Buddha und Laotse größer als Jesus (und friedfertiger). Als Spalter (lass Gut gegen Böse kämpfen, Sohn gegen Vater, Bruder gegen Bruder) ist mir Zarathustra lieber als Jesus, weil klarer (Licht gegen Finsternis, Ahura Mazda gegen Ahriman; dagegen ist unklar, wofür und für wen der Schwertbringer Christus kämpft, wobei er selbst gar nicht kämpft, sondern mit 33 einen suicide by cop begeht), und weil es Zarathustra um den Sieg des Guten, und nicht um Zarathustra ging.
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