Ins Auge fassen

Distichon

von  Quoth

Krieg, Kälte, Hunger, Vermüllung - erlöst uns davon nur das Sterben?

Nein, ich werfe mich der Freundin Demenz an die Brust.


Tod erwartet uns alle, aber bei lebendem Leibe
zu verlieren das Ich, blüht wohl einigen nur.


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Kommentare zu diesem Text


 LotharAtzert (07.01.23, 16:06)
Im Dzogchen sagen wir darum
Möge es genau so kommen, wie es kommt.

 Graeculus (07.01.23, 17:59)
Ich hätte statt "blüht" "droht" geschrieben und auch nicht von der "Freundin Demenz" gesprochen. Die Betreffenden sind sich ihrer Unzulänglichkeit leider bewußt, auch wenn ihnen sonst vieles entfällt.

 AlmaMarieSchneider (07.01.23, 18:20)
Das Vergessen kann eine Erlösung, aber auch ein unsäglicher Schmerz sein. Man möchte ja möglichst gezielt vergessen und bei Demenz kann man das nicht. Sie ist keine Freundin, eher ein freudloses Ungeheuer. 

Sei herzlich gegrüßt

Alma Marie, die auch immer vergesslicher wird.
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