Ganz von der Rolle

Gedicht zum Thema Nonsens

von  niemand



Heut schien mir der Winter ein wenig daneben -

nicht dunkel, nicht frostig, nicht nass, nicht betrübt.

Er wirkte so Luft leicht, als könnte er schweben

und sprach, dass er eben fürn Karneval übt.


Nicht viel, nur ein Bisschen, der Rest käme später -

er schenkte mir Bützchen aus Sonne und Wind.

Er zog blaue Bänder verspielt durch den Äther

und fragte, ob ich ihn als Lenz brauchbar find.


Er hätte bereits eine Platz auf dem Wagen

des Umzugs gebucht, denn es mache ihm Pein

immer und immer die selbe Kamelle,

sprich: Winter und niemals was andres zu sein!


Ich stimmte ihm zu, das tat ihm wohl gut,

doch mir dünkte: Der Typ hat ne Meise am Hut!


Dann sah ich ihn tanzen, auf Feldern und Wiesen -

ein Tanzmariechen könnt besser nicht springen.

Ich dachte: Der braucht keinerlei Expertisen,

dem wird die Rolle des Frühlings gelingen!


Der Tag war hell lau und ich fragte: Sag, Lieber,

kannst du nicht immer so wirken, so taff?

Da lachte er spöttisch und sprach: Hast wohl Fieber -

ja bin ich auf Erden hier Euer all Aff?







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