Der See

Text zum Thema Schein und Sein

von  KriegerinDerTräume

Gestern Nacht stand ich auf dem See

Das Eis ist dünn und ächzt unter meinen Füßen

Der See ist still und seine schwarze Wellen

sind tief verborgen unter der Eisdecke

Kein Mondlicht scheint hindurch

Er regt sich nicht, umarmt nur die Kälte

Geheimnisvoll liegt er nur da und schläft

Vielleicht. Womöglich ist er doch wach.

Wer vermag das schon zu wissen.

Ich jedenfalls nicht.

Ich höre ihn nun

wie er sich leise bewegt

unter der eisigen Oberfläche

Ich habe Angst einzubrechen

und zu ertrinken

Aber auch nicht,

weil das Eis zu halten scheint.



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