Gestern Nacht stand ich auf dem See
Das Eis ist dünn und ächzt unter meinen Füßen
Der See ist still und seine schwarze Wellen
sind tief verborgen unter der Eisdecke
Kein Mondlicht scheint hindurch
Er regt sich nicht, umarmt nur die Kälte
Geheimnisvoll liegt er nur da und schläft
Vielleicht. Womöglich ist er doch wach.
Wer vermag das schon zu wissen.
Ich jedenfalls nicht.
Ich höre ihn nun
wie er sich leise bewegt
unter der eisigen Oberfläche
Ich habe Angst einzubrechen
und zu ertrinken
Aber auch nicht,
weil das Eis zu halten scheint.