Shaye Sh‘ye… (1707-1756)

Sozialdrama zum Thema Ehrgeiz

von  Jack

Dieser Text ist Teil der Serie  Dorcor

Im Südosten des Ostens ist tiefer, tiefster Dschungel; dass noch weiter südlich und südöstlich eine untergegangene Zivilisation existiert haben könnte, mayte für Odnakorowdzhan (1654-1712) zumindest be, aber Krizhenaidzhan (1699-1779), der sich besser auskannte, korrigierte es zu einem definitiven No.


Doch die Börsen in unseren Kolonialhandel treibenden Nachbarstaaten sahen es anders: nicht nur hielten sie an jenen Orten untergegange Zivilisationen für möglich, sie hielten auch ihr Untergegangensein für ein Gerücht. Sie hielten es für gut fürs Geschäft, ein angebliches Krung Thep mit 2116000 Einwohnern zu kennen und dort große Mengen wovon auch immer umzusetzen. Korrekte Angaben über Land und Leute standen aber von Anfang an in den Almanachen von Aprecido, und korrekt war: Wildes Land, keine Leute. Nicht einmal kaum Leute, nein, keine Leute, denn die Natur hatte dort offenbar kein menschliches Leben vorgesehen.


Bevor Land und Länder systematisch erobert wurden, war das Börsengeschäft mit gewissen Waren das Backbone der entstehenden Kolonialreiche. Als sich der letzte Hype 1754/55 auflöste, wurde wieder auf dem Kontinent angegriffen: der Ausraub tatsächlich existierender Länder sollte die verspekulierten Taschen füllen. Mehr Erfolg als erfundene Handlungsniederlassungen hatten Siedlerkolonien: siedlich und friedlich südlich gegenüber MV entstand eine bis heute wachsende Landesneugründung, welche allerdings bereits am 3.3.1721 nicht als kolonialer Besitz entstand (von Francesco Cucca (1690-1758) gegründet, bis zum Tod regiert) vielmehr gleich als ein neues Land. Spätere Versuchte, dies zu revidieren, scheiterten, und zwar bereits ab 1756 mit großer Unterstützung aus der Finisterre.


Der Ferne Süden war eine große Vielfaltifikation an kleinen Kolonien seit 1632, eine davon wurde Anfang Dezember von Ceachelle aus gegründet, musste aber schon 1643/44 von der Küsten auf einen 100km landeinwärts gelegenen Tafelberg geflüchtigt werden. Dort aber, auf einer angenehmen Höhe von 800 bis 1300 Metern über dem Umland, noch 300 Meter höher am Normalnull des Meeres gemessen, existierte sie bis 1770 ganze 127 Jahre lang in Isolation. Die Bevölkerung wuchs von 288 am Anfang bis 1616 am Ende, was die Lebensbedingungen auf dem nicht nur wasserreichen Tafelberg mehr als erlaubten. Diese natürliche Hochburg wurde dann auch zu einem entscheidenden Stützpunkt für die sechs Kriege zwischen 1830 und 1902, mit dem suboptimalen Ende für die räuberische Kolonialmacht. Heute ist der Tafelberg ein autonomes Gebiet eines coolen Landes.


Nordwärts ins Landesinnere wuchsen zahlreiche Kolonien, und ab 1759 vertrieben die großen Kolonialisationisten die kleinen undoder unabhängigen gewaltsam nordwärts. Die Anmaßung der Gesamtlandnahme mündete am 30.12.1830 in den ersten Krieg. Davon abseits, war es durchaus menschenmöglich, immer weiter nordwärts zu siedeln. Die Zinedi entstanden halt eben quasi sozusagen gewissermaßen auf gewisse Weise eben halt so halt eben als Volk: im September 1827 gründeten sie ihr eigenes Land, das seine Endgrösse 1916 erreichte.


Es wird aber nun zunehmend ultraexkursuistisch; darum das: Kurz und gut, nein, es gab keine Handelsniederlassungen in den exotischen Megastädten, weil es diese Städte nicht gab. Die Seehändler logen, bliesen Luftballons an den Börsen auf, und erklärten sie für zu groß zum Platzen. 


Bestand hatten auf nachhaltige Subsistenz bauende Siedlerkolonien. Die Kerier gründeten die Hälfte davon, die westlichen Südwestler ein Drittel. Einige wurden auch von den Landsleuten der Kolonialausbeuter gegründet, aber eher gegen die eigene Staatsmacht.


Die Ostküste des nördlichen Kontinents der Westhalbkugel wurde von ab- und unabhängigen Frechdachsen in Besitz genommen, die Gründungsphase dauerte von 1669 bis 1861 ganze 192 lange Jahre, und kaum breitete sich die Gier ins Landesinnere aus, schon kam für die Einheimischen Hilfe. 


Nicht unnun kannte auch nur die Ostküste verlässliches Wetter. Weiter westlich war das Klima unberechenbar, und Hurri- bis Hyperkane, durch die Beschaffenheit des westhemisphärischen Mittelbeckens verursacht, löschten nicht wenige der neu gegründeten Siedlungen aus. Die Einheimischen lebten darum schon immer ausschließlich nomadisch. Seit 1914 sind die Ostgrenzen klar definiert und alles Westliche gilt als unbetretbares wildes Land.



Anmerkung von Jack:

Zinedi-Almanach zur Bevölkerung 


1916:
1921:
1926:
1931:
 



Zum BSP pro Kopf

Hinweis: Der Verfasser wünscht generell keine Kommentare von WinterzeitFachkraft und Walter.

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