Motorrad-Saison beginnt, aber

Text

von  Verlo

mein Motorrad ist zum zweiten Mal kaputt.


Das ist nicht zum Aushalten: den gesamten Winter bin ich gefahren, aber kaum wird es wärmer, ... 


Leider kann ich nicht einmal mal in eine Werkstatt, sondern muß selbst Hand anlegen.


WinterzeitFachkraft hat sich also zu früh in den Sommer verabschiedet.


Davon abgesehen: so gut Motorradfahren für die Seele ist, hin und wieder drängt es trotzdem, Worte zu verfassen und mit Gleichgesinnten teilen.


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Kommentare zu diesem Text


 lugarex (12.03.26, 09:14)
gut -- du bist es, oder?

 Verlo meinte dazu am 12.03.26 um 09:22:
Ja, ich bin es: der echte und einzige Verlo.

 Moppel antwortete darauf am 12.03.26 um 13:52:
mich freuts, dass du wieder da bist, Verlo
Grinsen von M.

 Verlo schrieb daraufhin am 12.03.26 um 21:25:
Danke, Moppel, mich auch.

 harzgebirgler (17.03.26, 14:46)
wahre motorradfans schrauben doch ganz locker auch mal selber oder?!

 Verlo äußerte darauf am 17.03.26 um 15:09:
Na ja, wenn man muß, ist es nicht so angenehm.

Außerdem warte ich immer noch auf die Teile. 

Ich kann also schon einige Zeit nicht fahren und werde auch noch einige Zeit nicht fahren können.

Aber das gibt mir auch die Zeit, um neue Aspekte zu durchdenken.

ZB statt das kleine Motorrad zu reparieren oder durch gleichwertiges zu ersetzen, vielleicht ein anders kaufen.

Oder statt viele Tagestouren wenige Touren, die aber mehrere Tage dauern.

Statt mit einer Ein-Zylinder 125 Kubik Maschine unterwegs zu sein – was in Norwegen im Grunde reicht –, mit einer Sechs-Zylinder 1.800 Kubik.

Statt auf 130 Kilo im Wind zu segeln, mit 350 Kilo durch den Sturm pflügen.

Im Herzen bin ich immer noch Panzer-Fahrer. Der hatte zwölf Zylinder und 38.000 Kubik.

Auf der anderen Seite, fahre ich Ein-Zylinder luftgekühlt sehr gern, nur bißchen schneller könnte es bergauf gehen.

Also vielleicht einen 350 Kubik Ein-Zylinder luftgekühlt?

Schnell zu fahren, bedeutet auch, weniger unterwegs zu sein, weil man sich zu sehr auf das Fahren konzentrieren muß.

Das ist gut, wenn man nur von A nach B (auf Arbeit) will, aber hier genieße ich das Fahren, halte gern an, gehe zu Fuß ein Stück, fahren einen Umweg ...

Für die Fahrt nach Ålesund (184 km) habe ich siebeneinhalb Stunden gebraucht, und da hab ich eigentlich beeilt.

Nicht zu vergessen: bin ich nicht auf Tour, habe ich Zeit zum Schreiben.

Ist nur blöd, daß ich jetzt eben nicht fahren kann, wenn ich Lust habe, sondern warten muß.

Daß ich dem spielenden Gott ausgeliefert bin, gefällt mich ganz und gar nicht.
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