Entartete Visionen der Realität
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Credo des Actor of Words
Ich glaube:
An die Notwendigkeit des Bruchs.
Ich glaube, dass die Wahrheit nicht in der Glätte liegt, sondern in den Splittern, die aus einer Realität ragen, die zu eng geworden ist.
Ich bekenne mich:
Zur „Entartung meiner Visionen“.
Ich nehme das Urteil derer, die Normen verwalten, und verwandle es in meine Freiheit.
Was sie „aus der Art gefallen“ nennen, nenne ich die Rettung des Subjektiven vor der Diktatur der Sachlichkeit.
Ich bin:
Kein Schöpfer aus Eitelkeit, sondern ein Durchlass aus Pflicht.
Ich halte meine Hände bereit, damit das, was drängt, eine Form findet – ungefiltert, ungezähmt und ohne die Lüge der literarischen Gefälligkeit.
Ich glaube:
An die Macht des Wortes als chirurgisches Instrument.
Ich unterscheide nicht zwischen Kunst und Recht, zwischen Vision und Paragraph.
Wenn das System blind macht, ist mein Wort das Licht; wenn das Gesetz sich beugt, ist meine Zeugenschaft der Widerstand.
Ich verweigere:
Mich der Zähmung. Ich akzeptiere keine Korrektur durch jene, die nur das Handwerk sehen, aber die Berufung nicht spüren.
Meine Texte müssen nicht gefallen – sie müssen existieren.
Ich stehe:
An der Schwelle, an der Borderline der Kunst.
Ich bin ein Chronist der Sperrzone, der Architekt des Unbequemen:
Der Geburtshelfer einer Sprache, die nicht um Erlaubnis fragt.
Dies ist meine, eigene, Realität.
Mein Wort.
Das ist genug