Der tropfende Hahn

Gedicht

von  BerndtB

Ganz leise tropft der Wasserhahn,

und nie gewöhn' ich mich daran.

Wenn ich ihn zudreh', dann ist Ruh;

sonst krieg' ich nicht die Augen zu.


Doch plötzlich hör' ich einen Ton;

ich kenne diesen Tropfen schon.

"Du bist doch zu, verdammtes Biest;

jenes Geräusch mich sehr verdrießt!"


Die große Zange nehm' ich her;

ich kenne keine Gnade mehr!

Zudrehen, krach, es reißt, o weh;

im Zimmer bildet sich ein See.


Der Klempner kam zum Nachttarif.

Danach ich endlich friedlich schlief.


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Kommentare zu diesem Text


 Fridolin (18.04.26, 04:20)
Was soll der Leser dazu sagen?
Beim Dichten eines Hahns versagen,
weil einem fast geplatzt der Kragen,
Sich dann an solche Dichtung wagen?
Ein solcher Mann kennt kein Verzagen!

 BerndtB meinte dazu am 24.04.26 um 17:26:
Genau. Danke.
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