„O Smaragd meiner Sinne, hochgeborene Frouwe in des Frühlings Gewand!
Hört den Klang meiner Harfe und das Sehnen meiner Seele, die in Eurer Farbe gefangen ist, wie der junge Falke im Geäst der Buche. Nicht in blassem Weiß, das dem Winter gleicht, seid Ihr mir erschienen, sondern im tiefen Glanz der grünen Aue, die das Herz des Ritters nach langer Fahrt mit Leben füllt.
Wisset, dass meine Rüstung mag von Eisen sein, doch mein Herz trägt Euer Wappen: Das Laub der Treue, das nimmer welkt. Wie der Wald den Wanderer umschließt, so hat Eure Anmut mich umfangen. Ich werbe nicht mit eitlen Worten, sondern mit der Beständigkeit der Natur selbst. So wie der Mai den Frost besiegt, so besiegt Euer Anblick jede Finsternis in meinem Gemüt.
Ich gelobe Euch den Dienst der ‚Hohen Minne‘: Mein Schwert für Eure Ehre, mein Lied für Euren Ruhm und mein Leben als Schutzwall vor Eurem grünen Reiche. Seht mich an: Ich bin Euer treuester Vasall, der nur ein Ziel kennt – in den Garten Eurer Huld aufgenommen zu werden.
Gebt mir ein Zeichen, o Königin des Smaragds! Ein Blick aus Euren Augen ist mir mehr wert als alle Schätze des Orients. Denn wo Ihr wandelt, da grünt die Hoffnung, und wo Ihr weilt, da ist mein Herz zu Hause.“