Gedanken um Merz
Kommentar zum Thema Aktuelles
von Moppel
Jetzt hacken sie wieder alle auf Merz rum. Wenn er mal die Wahrheit ausspricht, dann ist er „zu impulsiv“. Und nur, weil er sagte, dass Trump kein klares Ziel hatte für die Iranattacke, deshalb erhöht der jetzt die Zölle. Was für ein Unsinn. Der hätte die Zölle auch erhöht, wenn Melania sich falsch geschminkt hätte oder weil es regnet. Dieser Mensch ist unberechenbar. Kein Grund also, ihm nicht Grenzen zu setzen. Dringend nötig sogar, das zu tun.
Oh! Nein! Merz hat sich nicht im Griff! Er hat Klingbeil angebrüllt. Nein, hat er nicht, behauptet der. Vielleicht war Klingbeil ja auf der Walddorfschule, keine Ahnung. Meine Güte! Was haben Strauss und Wehner da im Bundestag rumgekeift und niemanden hat es gestört. Diese sozialpädagogisch wertvolle Empfindsamkeit, die wir heute zur Schau stellen, gepaart mit der sonderbaren Affinität zu Aufrüstung und Krieg erscheint mir beinahe so abstrus wie Seine Heiligkeit Mr. President.
Ab und zu muss man mal mit der Faust auf den Tisch schlagen. Damit man sieht, wo sie ist, die Faust. Dieses erbärmliche Geschleime frisst die Wahrheit. Und die Fähigkeit, Probleme wirklich anzugehen.
Jetzt schickt man Rütte, dass der Trump wieder den Rücken kratzt. Denn Merz ist ja „zu impulsiv“. Ich sehe das völlig anders. Wäre er zu impulsiv, dann wäre er als Wirtschaftsanwalt bei Black Rock nie erfolgreich gewesen. Im Gegenteil denke ich, Merz weiß genau, was er sagt. Vielleicht testet er manchmal aus, wie weit er gehen kann. Weil er einfach mal die Nase voll hat. Fühlt sich eingeschränkt, behindert durch die, die die Wahrheit negieren und ihm das Regieren erschweren.
Die Reformen sind lächerlich, ungerecht und nicht zielführend. Aber mehr war nicht drin, weil die selbst auferlegte Brandmauer im Weg steht. So schleppt Merz den links-woken Klotz am Bein durchs „Stadtbild“. Seine Aussage dazu war ebenso zutreffend wie die über Trump und die kleinen Paschas. Aber es nützt eben nichts, wenn daraus keine Regierungsoption erwächst.
Die Wahrheit geht nicht weg. Sie wird nur abgeschoben. Nicht mal Bayern will sie haben.
Deutschland eiert um die Pleite herum. Die Migration, die „Mutter aller Probleme“ wie Seehofer sagte, hat unsere Sozialsysteme, Krankenkassen ruiniert.
Die falsche Entscheidung, keine Energie mehr direkt von Russland zu beziehen ( sondern überteuert aus Indien) hat unsere Wirtschaft ruiniert.
Die überdimensionale, finanzielle Unterstützung der Ukraine, die unseren Bundespräsidenten und Kanzler Scholz beleidigte und Nordstream sabotierte, hat unseren Haushalt ruiniert.
Merz ist ein intelligenter Mann. Er weiß das alles und ist mit seiner sauerländischen Mentalität nur bedingt gewillt, sich anzupassen. Dennoch revidiert er als Kanzler diese Entscheidungen nicht. Weil er den Klotz am Bein…,naja, Sie wissen schon.
Hätte er den Mut, nicht nach „rechts du links zu schauen“, wofür ihn viele gewählt haben ( ich auch), dann würde er das tut, was sich alle ersehnen - nämlich dieses Land wieder auf Spur bringen. Dann aber bräuchte er nicht nur den Mut, sondern auch die Stärke, das zu überwinden, was Merkel, Links-woke und ihre Medienkolonnen über Jahre in diese Gesellschaft einpflanzten.
Vom Typ her wäre er dazu ideal. Einer gegen alle. Da würde ein Sturm der Entrüstung losbrechen, aber den würde er überstehen. An einem retouchierten Weiter-So aber wird er scheitern. Persönlich und als Kanzler.
Und was kommt dann?
SPD mit 12 Prozent als Minderheitsregierung?
Neuwahl und SPD/ Linke/Grün?
Der kometenhafte Aufstieg von Opa Kubicki, der mit Agnes, Söder und der Machete in der Hand den Weg durch den Dschungel frei macht?
Alice im Wunderland?
Das alles wäre wie Bratkartoffeln mit Remoulade. Zum K…
Und dem Bürger bleibt nur zu überlegen, ob er die Bratkartoffeln dann doch lieber mit Ketchup möchte…Guten Appetit dann.